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Der Schulträger

Inklusion am Gymnasium Andreanum

chor5 6 2014Mit der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der UN hat sich die Bundesrepublik Deutschland zu einer inklusiven Ausrichtung ihrer Bildungseinrichtungen verpflichtet. Die entsprechenden Aktionspläne des Bundes und der Länder sollen den Weg zu einer inklusiven Gesellschaft weisen. Das Gymnasium Andreanum hatte sich schon intensiv mit dem gemeinsamen Unterricht von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigten Kindern beschäftigt, als das Niedersächsische Schulgesetz den allgemeinen Schulen vorschrieb, ab Schuljahresbeginn 2013/14 auch Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung aufzunehmen.

Die Kirche und von ihr getragene Schulen wie das Gymnasium Andreanum erkennen im Inklusionsgedanken ein Kernanliegen des christlichen Glaubens. Die Evangelien berichten, dass Jesus in ganz unterschiedlichen Situationen ausgegrenzte und ausgeschlossene Menschen demonstrativ in die Gemeinschaft zurückholte. Das Projekt „Inklusive Gesellschaft“ ist eine anspruchsvolle und umfangreiche Aufgabe. Auch in der Schule als einem Ort gemeinsamen Lernens und Lebens erfordert dieses Ziel die Haltungsänderung jedes Einzelnen und kann nur gemeinschaftlich bewältigt werden. Nach intensiven Gesprächen mit allen beteiligten Gruppen innerhalb der Schulgemeinschaft und vielen Kontakten zu integrativ arbeitenden Grundschulen und Gymnasien wurde ein Konzept erarbeitet, das sich nach einem Jahr der Erprobung als sehr tragfähig erweist: Neben Schülern und Schülerinnen mit gymnasialer Empfehlung werden auch Kinder mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung aufgenommen. Diese werden zieldifferent unterrichtet. Das Gymnasium Andreanum führt gleichzeitig seine seit Jahren geltende Praxis fort, Schüler und Schülerinnen mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Sehen und Hören aufzunehmen.

Die mit Beginn dieses Schuljahres eingerichtete Inklusionsklasse wird als Englischklasse geführt. In ihr lernen insgesamt 22 Mädchen und Jungen, fünf davon werden zieldifferent unterrichtet. Die Klasse verfügt über einen Differenzierungsraum, der allen Kindern zur Verfügung steht. Die pädagogische Arbeit wird von einem multiprofessionellen Team, bestehend aus dem Gymnasiallehrer bzw. der Gymnasiallehrerin, der Förderschullehrerin, die fest zum Lehrerkollegium gehört, und einer pädagogischen Fachkraft geleistet. Im neuen Schuljahr wird eine weitere Klasse diesem Beispiel folgen.

Für Fragen und genauere Auskünfte steht Interessierten Frau Frank-Gerstung zur Verfügung.