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Der Schulträger

Schulsozialarbeit am Andreanum

 Schulsozialarbeit am Gymnasium Andreanum

Der Bereich Schulsozialarbeit wurde mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 mit dem Schulsozialarbeiter Christian Buitenduif neu an unserer Schule eingerichtet.

Hier soll ein kurzer Überblick darüber gegeben werden, was Schulsozialarbeit ist und welche Aufgaben sie hat.

Ein klassischer Schwerpunkt schulsozialarbeiterischer Tätigkeit ist die Beratung, Begleitung und Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schüler. Hierbei geht es sowohl um Konflikte oder Problemstellungen im Rahmen des Schulbesuches (z.B. Konflikte oder Mobbing in der Klasse), als auch um Schwierigkeiten privater Natur (z.B. Probleme im Elternhaus, Erziehung, Partnerschaft, Konflikte unterschiedlicher Art), die aufgrund ihrer Intensität nicht ohne Auswirkungen auf den Schulalltag bleiben.

Die Beratungsgespräche finden vertraulich und unter Berücksichtigung der Schweigepflicht nach §203 StGB statt. Nur wenn die Schülerinnen und Schüler sich sicher sein können, dass das, was sie im Beratungsgespräch erzählen, vertraulich behandelt wird, ist die nötige Offenheit vorhanden, um an bestehende Probleme adäquat heranzugehen.

Je nach Problemlage kann auf Wunsch auch der Kontakt zu außerschulischen Einrichtungen wie Erziehungsberatungsstellen, Psychologen etc. hergestellt und der Ratsuchende dorthin begleitet werden.

Der Schulsozialarbeiter ist ebenfalls Ansprechpartner für Lehrerinnen und Lehrer und Eltern, die Probleme bei ihren Schülerinnen und Schülern oder Kindern beobachten.

Gerade für den Bereich Beratung sind die gute Erreichbarkeit, Vertraulichkeit, Freiwilligkeit, die Einbindung in den Schulalltag (Bekanntheit bei den Schülerinnen und Schülern, niedrigschwellige Angebote wie AGs, Kanutage mit den neuen 5. Klassen oder der Freizeitbereich) sowie die zeitliche Flexibilität eine wichtige Voraussetzung.

Schulsozialarbeit versteht sich als eigenständiges Handlungsfeld mit dem Ziel, Jugendliche mit persönlichen und sozialen Problemen in ihrer Lebensbewältigung zu unterstützen und ist bemüht, an sie herangetragene Fragestellungen entsprechend professionell anzugehen. Das bedeutet auch, dass Problemstellungen oder Konflikte, die mit den Ressourcen der Schulsozialarbeit nicht ausreichend versorgt werden können, an entsprechend spezialisierte Hilfs- und Beratungsangebote weitervermittelt werden und der weitere Ablauf begleitet wird.

Schulsozialarbeit stellt somit auch ein Bindeglied zwischen dem System Schule und den verschiedenen lokalen Jugendhilfe- und Beratungseinrichtungen dar.

Der zweite Schwerpunkt der Schulsozialarbeit  liegt auf der Förderung von Gruppen und Klassen.

Durch verschiedene Angebote werden Fähigkeiten wie Sozialkompetenz, Kooperation und Kommunikation geschult. So führt der Schulsozialarbeiter in allen 5. Klassen regelmäßig (und in anderen Klassen bedarfsorientiert) Stunden durch, in denen die soziale Kompetenz und die Klassengemeinschaft gefördert werden (SoL-Stunden - s.u.). Außerdem gibt es im Bereich Gewaltprävention das Angebot eines Konflikttrainings (s.u.).

Darüber hinaus werden bedarfsorientiert Projekte, die auf Drogen- oder Mobbingprävention ausgerichtet sind, sowie Einheiten zum Erarbeiten von Klassenregeln angeboten.

Durch diese Angebote wird ein anderes Verständnis des Miteinanders am Lernort Schule bewirkt. Dadurch wird möglichen späteren Problemen und Konflikten vorgebeugt und ein lösungsorientierter Umgang mit ihnen vermittelt.

Des Weiteren kann im Bereich Prävention auch auf außerschulische Angebote wie Drogenprävention oder erlebnispädagogische Maßnahmen unterschiedlicher Kooperationspartner zurückgegriffen werden. Hierbei hat die Vernetzung der Schulsozialarbeit mit anderen Einrichtungen, wie auch mit Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern an anderen Schulen, einen großen Stellenwert.

Ergänzt werden diese Förder- und Hilfsmaßnahmen u.a. durch ein niedrigschwelliges Angebot:

Im Freizeitraum der Schule können die Schülerinnen und Schüler in ungezwungener Atmosphäre bei Spielen oder anderen gemeinsamen Pausenaktivitäten Kontakt zueinander und zum Schulsozialarbeiter aufbauen und intensivieren.

Dies ist oft ein erster Schritt für spätere Beratungsgespräche.

Das Büro des Schulsozialarbeiters befindet sich im Osttrakt im Raum O-20 und ist während der Schulzeit unter der Telefonnummer 05121/1659122 erreichbar.

Christian Buitenduif, Diplom Sozialarbeiter/-pädagoge

 

 

Soziales Lernen (SoL)-Stunden:

 

Die SoL-Stunden sind im Stundenplan der 5. Klassen fest verankert und finden 14tgl. statt.

Bei diesem Sozialkompetenztraining geht es um:

  1. Stärkung und positive Entwicklung der Klassengemeinschaft
  2. Stärkung des Selbstvertrauens
  3. Förderung der kommunikativen Fähigkeiten
  4. Förderung der Sozialkompetenzen
  5. Pflege und Aufbau von Kontakten und positiven Beziehungen
  6. Förderung des Sozialverhaltens und der gegenseitigen Akzeptanz
  7. Möglichkeiten, ohne Leistungsdruck den Schulalltag zu erleben
  8. Prävention (Gewalt, Mobbing, Drogen)
  9. Förderung der Reflexionsfähigkeit

Die SoL-Stunden dienen nicht zuletzt dazu, dass der Schulsozialarbeiter in den Klassen präsent ist, den Schülerinnen und Schülern bekannt ist, eine Vertrauensbasis entsteht und somit als Grundlage für Beratungsfälle – auch später in den höheren Jahrgangsstufen – gelegt wird.

Konflikttraining:

Das Projekt „Konflikttraining“ soll den Schülerinnen und Schülern anhand von vielen handlungsorientierten und kreativen Bausteinen Möglichkeiten zur konstruktiven Konfliktlösung vermitteln.

Die vier Bausteine des Konflikttrainings heißen:

- Was ist ein Konflikt?

- Reaktionsmöglichkeiten in einem Konflikt

- Kommunikation

- Positive Rückmeldung

Das Projekt ist primär auf den 5. und 6. Jahrgang zugeschnitten, da in diesen Jahrgängen bereits oft Handlungsdefizite in Bezug auf soziale Verhaltensweisen festzustellen sind.

Viele Schülerinnen und Schüler sind nicht in der Lage, einen Konflikt konstruktiv zu lösen und wissen sich oft nur mit verbaler oder körperlicher Gewalt zu helfen.

Während des Projekts erarbeiten die Jugendlichen – überwiegend in Gruppenarbeit – unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten in einem Konflikt und überlegen gemeinsam, welche Reaktion am besten geeignet ist, um einen Konflikt zu lösen.

Oft stellen die Schülerinnen und Schüler dann fest, dass sie zwar wissen, welche die beste Reaktionsmöglichkeit in einem Konflikt ist, aber dass ihre Reaktion in der Realität völlig anders aussieht.

Ein Schwerpunkt des Konflikttrainings wird daher auf das Erlernen und Einüben kooperativer Kommunikation gelegt.

Anschließend wird den Schülerinnen und Schülern eine konkrete Konfliktsituation vorgegeben, für die sie eine Lösung finden sollen, um diese der Klasse in einem Rollenspiel vorzustellen.

Das Konflikttraining ist auf ca. zehn Unterrichtsstunden (verteilt auf  zwei ganze Schultage) ausgelegt. Gearbeitet wird vorwiegend in Kleingruppen.

Um die Schülerinnen und Schüler einzeln und in den

unterschiedlichen Gruppen angemessen betreuen und unterstützen

zu können, stehen dem Sozialpädagogen möglichst die jeweiligen Patenschüler der Klasse zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 Zusammenfassung: Merkmale der Schulsozialarbeit

  • Gute Erreichbarkeit und Niedrigschwelligkeit
  • Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler bei schulischen oder persönlichen Problemen
  • Beratungs- und Vermittlungsangebote für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer
  • Prävention und Intervention
  • Stärkung und Förderung der Klassengemeinschaft
  • Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen der Jugendhilfe
  • Freiwilligkeit
  • Vertraulichkeit (Schweigepflicht nach §203 StGB)

 

 

Überblick über die verschiedenen Bereiche

der Schulsozialarbeit am Andreanum:

schulsozialarbeit