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Der Schulträger

Oberbürgermeister im Dialog mit Andreanern

 BKY5575Von der Bedeutung der Europäischen Union bis zum Baugebiet Wasserkamp, von Fridays for Future bis zum Radverkehrswegekonzept, von der E-Mobilität bis zur Kulturhauptstadtbewerbung: Über diese und weitere Themen der Politik vom Nahbereich Hildesheim bis zu den großen globalen Zukunftsfragen kam Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer mit der Klasse 8 M in einen fast 90-minütigen Meinungsaustausch.

„Ich möchte wissen was Euch bewegt“, ermunterte das Stadtoberhaupt die Schüler- und Schülerinnen ihre Fragen zu stellen. Aber dieser Ermunterung hätte es nicht bedurft, die Klasse hatte sich auf das Gespräch gut vorbereitet und legte munter los.

 
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Der Oberbürgermeister hatte die Schulen vor einiger Zeit angeschrieben und sich Schülerinnen und Schülern als Gesprächspartner angeboten. Sein Anliegen war es auch am Andreanum, neben dem Dialog, der Klasse die Bedeutung eines geeinten Europas als das große und erfolgreiche Friedensprojekt im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament zu verdeutlichen. In seinem Eingangsstatement wies er darauf hin, dass gerade die jüngsten Entwicklungen verdeutlichen, dass dieses Friedensprojekt nicht so selbstverständlich ist, wie es sich für jüngere Menschen möglicherweise anfühlt.

 

 

Dann ging er auf die Aufgaben eines Oberbürgermeisters ein, die seit Einführung der Eingleisigkeit die repräsentativen Aufgaben des Stadtoberhauptes, seinerzeit angelehnt das britische Modell,  mit der Leitung und Steuerung einer ca. 1.300 Mitarbeitende umfassende Stadtverwaltung verbinde. Die 8 M behandelt aktuell die Aufgaben und Steuerung einer Kommune als Thema im Politikunterricht und konnte so diesen Aspekt von der politischen Praxis heraus kennenlernen.

 

Dann aber kamen die Schülerinnen und Schüler selbst zu Wort. Die erste Frage wurde zu Fridays for Future gestellt. Was er davon halte, wurde Dr. Meyer gefragt. Er sei da etwas gespalten. Die Ziele des Protestes unterstütze er voll und ganz, aber mit dem Aufruf zum Schulstreik habe er Probleme, wie etwa die Lehrer ja auch damit in einen Konflikt gerieten.

 

 BKY5738Großen Raum nahm in einer M-Klasse natürlich auch die Kulturhauptstadtbewerbung ein, gerade auch vor dem Sparkurs der Musikschule, die von mehreren Schülerinnen und Schülern deutlich kritisiert wurde. Leider nehme hier der Landkreis seine Verantwortung nicht wahr, der sich völlig aus der Finanzierung der Einrichtung zurückgezogen habe. Zumindest einen finanziellen Beitrag für die aus dem Landkreis stammenden Schüler wolle er erreichen, betonte Dr. Meyer. Auch wenn dieses noch nicht gerecht sei, da von den Mitteln des Landkreises wiederum ein großer Anteil von der Stadt Hildesheim per Kreisumlage geleistet werde. Die Kulturhauptstadtbewerbung biete allerdings allein schon durch die Bewerbung gute Chancen nachhaltig die Kultur zu stärken und bundesweite Aufmerksamkeit zu erreichen, zumal wenn die Finalrunde mit nur noch wenigen Städten erreicht werde. Andere Städte könnte zwar hier mehr Geld einsetzen. „Aber was uns an Geld fehlt, machen wir mit kreativen Mitteleinsatz wett,“ zeigte sich das Stadtoberhaupt überzeugt.

 

Abschließend wurde Dr. Meyer von einer Schülerin gefragt, ob ihm der „Job“ Spaß mache und er bei der nächsten Wahl wieder antreten werde. „Der Job macht mir Spaß, nach wie vor, auch wenn nicht immer alles lustig sei, was in der Politik geschehe“, so Dr. Meyer. Die Frage nach einer erneuten Kandidatur werde er dagegen erst zu gegebener Zeit öffentlich beantworten, hielt sich Dr. Meyer an dieser Stelle bedeckt. Die 8 M wird die Antwort auf diese Frage mit Spannung erwarten.

 

Jörn Surborg

und hier einige Schülerstatements:

 

Besuch des Oberbürgermeisters Hildesheims, Dr. Ingo Meyer

Grundsätzlich fand ich es sehr positiv, dass der Herr Oberbürgermeister sich Zeit genommen hat, politische Angelegenheiten der Stadt Hildesheim mit unserer Klasse zu diskutieren. Anlass war die Annahme des Oberbürgermeisters, junge Menschen über konventionelle Medien, z. B die Zeitung, zu erreichen.

Als angenehm habe ich es empfunden, dass der OB auf unsere Fragen konkret eingegangen ist, allerdings waren seine Ausführungen dazu so lang, dass keine Zwischenfragen bzw. ein Nachhaken mehr möglich war. Dadurch kam keine wirkliche Diskussion zustande, in der auch von Schülerseite Ideen entwickelt und vorgetragen hätten werden können. Stattdessen wurden nur etwa acht Fragen von uns Schülern innerhalb der 60- Minuten des Besuchs des OBs gestellt.

Zusammenfassend finde ich es schade, dass dieser Besuch nicht dazu beigetragen hat das Interesse an Lokalpolitik zu steigern, sondern sich viele Schüler nach kurzer Zeit gelangweilt vom Gespräch abgewendet haben.

Linus Klante

 

 

Ich habe durch das Gespräch einen guten Einblick in den Beruf eines Oberbürgermeisters bekommen, da dieser auch sehr ausführlich erklärt wurde. Ich konnte auch die Frage nach neuen Fahrradwegen, die mich und viele andere interessiert, stellen. Herr Dr. Meyer hat diese auch gerne, aber lang, beantwortet. Leider habe ich nur erfahren, dass es einen Plan gibt, aber nicht wie dieser in etwa aussieht, also wo Fahrradwege geplant sind. Danach wurden noch andere interessante Fragen gestellt, z. B. nach Fridays for future. Insgesamt konnten wir aber nicht so viele Fragen, wie wir wollten, stellen, da die Fragen alle lang und ausführlich, oft ohne wirklich konkret zu werden, von Herrn Dr. Meyer beantwortet wurden.
Ottilie Seidel