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Der Schulträger

Besuch der Dombibliothek im Kunstunterricht mit Henning Lentge und Sabine Schreiner

Dombibliothek April 2019 Andreanum 17

 

Am Tag vor den Osterferien besuchen die 8 L1 und die 8 L2 die Dombibliothek des Bistums Hildesheim auf dem Domhof. Anlass ist das Thema „Drucken, Druckgrafik und Buchdruck“ im Kunstunterricht. Wir steigen mit Frau Dr. Suchan, der Leiterin der Dombibliothek, hinab in das weitläufige Bucharchiv und sehen Regalmeter um Regalmeter die Medien des Mittelalters „life“.

Die Erfindung des Buchdrucks veränderte die Gesellschaft ab dem 15. Jahrhundert enorm, genau so wie heute die Veränderungen durch das Internet. 

 

 

Dombibliothek April 2019 Andreanum 23Was sind Inkunabeln? Dieser sperrige lateinische Begriff wird lebendig, wenn wir einen echten „Wiegendruck“ oder Erstdruck in der Hand halten. Er ist wirklich kurz nach der Erfindung der Buchdruckkunst durch Johannes Gutenberg um 1444 entstanden.

Ein „Blockbuch“ wollen wir auch unbedingt sehen und es gelingt Frau Dr. Suchan, es uns zu präsentieren. Diese ersten Beispiele des Buchdrucks, jeweils eine Buchseite wird als Ganze in einen Holzblock geschnitten und dann gedruckt, gibt Zeugnis von der innovativen Suche der Erfinder im Mittelalter nach einer neuen Möglichkeit, Wissen in Büchern kostengünstig zu präsentieren. 


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Wir versuchen, die Menge der Bäume und die Zahl der Schafe zu berechnen, die nötig waren, um ein Buch zu erstellen, und können dann die Kosten ermessen, die die Herstellung eines Buches vor der Erfindung des Papiers und des Buchdrucks erforderte. 

Frau Dr.  Suchan erläutert zudem, wie Bücher gebunden und vor Feuer und Wasser geschützt wurden. Man kaufte übrigens die gedruckten Bögen und ließ sie anschließend, je nach finanziellen Möglichkeiten, verzieren und dann erst individuell binden.



Dombibliothek April 2019 Andreanum 17

 

Einer von ihnen ist ein Sammelband, den Frau Dr. Suchan uns präsentiert. Er enthält insgesamt 22 zum Teil sehr unterschiedliche Druckschriften. Die als oberste eingebundene ist eine Rede von Karl Heinrich Frömmichen, die er zu seinem Amtsantritt 1773 als Direktor des Andreanums hielt – natürlich auf Latein. Wer möchte dieses Buch heute lesen?



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Spannend ist natürlich auch die Frage, warum Umberto Eco in seinem Roman „Der Name der Rose“ den Bibliothekar (und Mörder - mehr wird nicht verraten!) „Malachias de Hildesheim“ nennt. Historisch korrekt recherchiert, ist im Mittelalter die Domschule auf dem Domhof in Hildesheim neben der Reichenau ein wichtiger Ort für das Abschreiben und Gestalten von mittelalterlichen Handschriften auf Pergament.

Im Safe bewahrt die Dombibliothek das wertvolle Reichenauer Epistolar, auch Hildesheimer Orationale, auf, das wir bewundernd betrachten. 


Dombibliothek April 2019 Andreanum 10

„Die Pergamenthandschrift wurde zu Beginn des 11. Jh. in der bedeutendsten Malschule der Zeit, die im Benediktiner-Kloster auf der Reichenauer angesiedelt war, gestaltet und im bayerischen Kloster Seeon geschrieben. Sie wurde vermutlich zusammen mit einem anderen liturgischen Buch, dem sog. Reichenauer Perikopenbuch, das sich seit dem Ende des 17. Jh. in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel befindet, von Kaiser Heinrich II. im Jahr 1022 für den Hildesheimer Dom gestiftet. Aufgrund ihrer wertvollen, reichhaltigen und künstlerisch hochwertigen Ausstattung (neun Bildseiten in Deckfarbenmalerei auf Goldgrund und sechs Initialseiten) zählt das Hildesheimer Orationale zu den wichtigsten Repräsentanten der ottonischen Buchmalerei.“

Hier geht es zu weiteren Informationen auf der Internetseite der Dombibliothek