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Der Schulträger

„Chance, aus der wir etwas machen sollten“

Bilanz Toleranzfestival HAZRBG-Schulleiter René Mounajed zieht nach dem Toleranzfestival erschöpft, aber zufrieden Bilanz 

von Jan Fuhrhop

Hildesheim. Stolz, Erleichterung, Erschöpfung – es ist ein bisschen von allem, was René Mounajed am Sonntag empfindet, als er auf das Toleranzfestival und die zurückliegenden zwei Tage blickt. Das Gefühl aber, das alles überlagert, sei „große Freude“, sagt der Leiter der Robert-Bosch-Gesamtschule (RBG). „Freude darüber, dass auf- gegangen ist, was wir geplant haben und dass die Stimmung so gut war.“ 

 

Initiiert hatte die RBG das Festival, weitere Schulen hatten sich aber mit eigenen Workshops beteiligt oder ihren Schülern ermöglicht, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Das Andreanum hatte den regulären Schulbetrieb komplett eingestellt und ein vielfältiges Alternativangebot zum Thema Toleranz auf die Beine gestellt. 

 

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Auch, wenn es bereits sehr gute Kontakte zwischen den einzelnen Hildesheimer Schulen gebe, wie Mounajed betont, erkenne er in dem Austausch im Vorfeld und während des Festivals eine „neue Dimension der inhaltlichen Zusam- menarbeit“. Er will sich so kurz nach Abschluss der Veranstaltung noch nicht mit konkreten Vorschlägen für die Zukunft aus dem Fenster lehnen, wünscht sich aber, dass der Schwung nicht verloren geht: „Das ist eine seltene Chance, aus der wir etwas machen sollten.“

Es müsse nicht zwangsläufig ein zweites Toleranzfestival sein, meint Mounajed – wichtig sei, dass die Schulen etwas Gemeinsames etablieren. „Es wäre ganz schade, wenn es nicht weitergehen würde.“ 

Weitermachen – das war auch die Bitte, die Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil an Mounajed sowie alle anderen beteiligten Lehrer und Schüler hatte, als er am Freitagabend beim Festival-Abschluss in der Volksbank-Arena da- bei war. Er zollte allen Beteiligten für ihr Engagement Respekt: Sie hätten ein eindrucksvolles Zeichen gegen Hetze und für ein tolerantes Land gesetzt. 

Davon beeindruckt zeigte sich auch Stargast Jan Delay, der bei seinem Auftritt vor ausverkaufter Halle für Stimmung sorgte. „Es war der Hammer“ postete er später auf seinem Instagram-Kanal unter einem Foto, das ihn hinter der Bühne bei einem Treffen mit Schülerbands zeigt, die vor ihm aufgetreten waren. Die Sonnenbrille, die Delay auf dem Bild trägt, ist übrigens ein Geschenk der RBG gewesen – da Delay auf seine Gage verzichtet hatte, sagte die Schule auf diese stilvolle Weise Dankeschön. 

© Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung [HAZ ], 23.09.2019