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Aus der Galerie

Der Schulträger

USA-Austausch: The Big Apple, Perkiomen School und der American Way of Life

US Austausch 2019GroundZeroStation 

New York und so 

Tag 0: 

16 Uhr Ortszeit, also gefühlt 22 Uhr für uns: Touchdown in JFK Airport, 2 ½ Stunden warten in der Schlange vor der Passkontrolle. Dafür gab es auf dem Weg nach Manhattan die erste spektakuläre Sicht auf die Skyline. Angekommen im Hotel in der Upper West Side, direkt am Broadway und nah am Central Park gelegen, ging es gleich los: ein wenig mit der Umgebung vertraut werden, erstes amerikanisches Essen: Pizza. 

 

US Austausch 2019LadySunsetTag 1:

7 Uhr aufstehen, duschen, frühstücken und danach in die Subway. Die Temperaturen sind sommerlich. Kaum kommt man aus der Metro heraus, werden erstmal alle Kameras gezückt: Der Anblick, nicht nur am Boden, sondern auch in die Höhe, ist spektakulär. In der Mitte des Times Square angekommen, gibt es erstmal freie Zeit für uns: Wir erkunden in 4er Gruppen den Times Square und Umgebung, shoppen und schauen. Dann am Empire State Building vorbei, immer mit dem Vortrag darüber von einem der Mitschüler im Ohr, und in die große Stadtbibliothek direkt am Bryant Park. Und endlich das gemeinsame Picknick im Central Park. Am späten Nachmittag Fahrt nach Downtown Manhatten: Gang über die Brooklyn Bridge, Sunset über Manhattan und der Statue of Liberty von der anderen Seite!  Mit der Metro zurück zum Hotel - ein Teil der Gruppe macht noch einen kurzen Abstecher zum Times Square, um diesen einmal bei Nacht zu erleben.

 

US Austausch 2019ConeyIslandTag 2:

Wieder scheint die Sonne -  und wieder geht es downtown: Wir besuchen das „Ground-Zero-Memorial“, zwei düstere Becken aus schwarzem Stein, in der Mitte ein tiefes Loch, in das das Wasser fließt. Auf dem Beckenrand sind die Namen der Opfer eingraviert, manchmal steckt eine Rose darin. Wir sind erstaunt, wie viele Leute dort Selfies machen, obwohl das extrem unpassend und unhöflich gegenüber den Angehörigen der Verstorbenen ist. Danach Kontrastprogramm: Mit der Metro nach Coney Island, weit draußen in Brooklyn, wo wir uns in einem riesigen, etwas in die Jahre gekommenen Fun-Park am Meer wiederfinden. Nach dem Besuch eines typisch amerikanischen Candyshops flanieren wir auf dem breiten Boardwalk, finden ein Plätzchen auf dem weißen Sandstrand, einige gehen sogar spontan im Nordatlantik baden. Sonnencreme wäre gut gewesen…. Die Fahrt zurück hoch zur vornehmen Upper East Side dauert ca. eine ¾ Stunde – das Metropolitan Museum of Art und das Guggenheim-Museums sehen wir uns nur von außen an, (die Warteschlange vor dem Guggenheim schrecken nur Frau Heidkamp und Frau Blume nicht). Der Rest der Gruppe geht durch den Central Park zurück zum Hotel und macht sich dann in 4er Gruppen auf, um etwas essen zu gehen oder sich in Manhattan zu verlaufen.

 

 

US Austausch 2019LegoLiberty

 

Tag 3:

Mit der Staten Island Fähre einmal an der Statue of Liberty vorbei, mit herrlichem Blick auf Süd-Manhattan  - eine halbe Stunde später zurück – die Fähre kostet nichts!  Dann über Chinatown (sehr fremd)  nach Little Italy (schon vertrauter) zum Washington Square – buntes Studentenleben!  Am Abend nochmal ein anderer Blick auf die Skyline, diesmal von weit oben, vom „Top of the Rock“ (kurz für das Rockefeller Center), mit Blick auf das Empire State Building nach Süden und den Central Park im Norden. Man erkämpft sich eine Fotoposition im Kamerawald. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

US Austausch 2019CoffeeHouse

 

 

 

 

Tag 4:

Am vierten und letzten Tag dürfen wir vormittags in Kleingruppen nochmal Manhattan unsicher machen, einige nehmen Abschied vom Times  Square, andere gingen nochmal richtig essen. Dann geht es im Reisebus nach Pennsburg, wo wir bei einem extra für uns zubereiteten „deutschen“ Dinner in der Dininghall von der Schule und unseren Gastfamilien herzlich empfangen werden.

 

 

 

 

 

US Austausch 2019FrontofLibrary

Perkiomen: School Life 

 

Die Perkiomen School wird von circa 300 Schülerinnen besucht. Dabei handelt es sich um Internatsschüler, die dort temporär wohnen, und Day Students. Im Gegensatz zu unserer Schule verbringen die Schüler viel mehr Zeit auf dem Schulgelände. Denn nach dem Unterricht üben die Schüler*innen ihre Hobbies dort aus. Viele sind Mitglieder in Sportmannschaften, wie zum Beispiel Fußball, Volleyball oder Cross Country. Sie trainieren nahezu jeden Tag und es gibt regelmäßig Wettkämpfe gegen Teams von anderen Schulen. Auf dem Campus befindet sich eine große und eine kleine Sporthalle, ein Schwimmbecken und ein Fitnessstudio sowie mehrere Außenplätze und eine Tennisanlage. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Teil der Band zu sein oder Theater zu spielen. Viele von uns konnten ihre Austauschschüler dabei begleiten und so einen Einblick in das Schulleben und den Alltag der Schüler*innen zu erhalten.

 

US Austausch 2019GetTogetherPerkDer Campus ist sehr weitläufig und besteht aus mehreren Schulgebäuden, Laboren, einer Bücherei, der Dining Hall, dem Dorm. An der Perkiomen School gibt es eine große Auswahl von Fächern und in viele konnten wir einen Eindruck gewinnen. Von künstlerischen Fächern wie Kunst oder Töpfern, bis zu den naturwissenschaftlichen Fächern wie Psychologie, Computer Science, Engineering oder Biologie war alles dabei. Außerdem gab es Sprachen wie Latein, Deutsch, Chinesisch oder Spanisch und auch bei den Gesellschaftwissenschaften gibt es einige Möglichkeiten, z.B. das Fach Global Studies. Außerdem gibt es Advisery. Dabei treffen sich die Schüler in kleinen Gruppen mit ihren Advisern und sprechen über ihren Alltag und werden beraten. Jeden zweiten Morgen vor der Schule treffen sich alle Schüler der Schule zum Chapel. Dort werden wichtige Ankündigungen gemacht oder Glückwünsche zu Geburtstagen oder besonderen Leistungen vergeben. Auch unsere Schülergruppe wurde dort vorgestellt und verabschiedet.

 

US Austausch 2019ChargingStationEin Schultag an der Perkiomen School beginnt um 8 Uhr morgens und endet 17:00 Uhr. Der Unterricht an sich ist um 14:40 zu Ende, dann haben die Schüler bis 17 Uhr Zeit, ihren Hobbys nachzugehen. Im Dorm der Perkiomen School gibt es Zimmer, in denen meistens zwei Schüler*innen zusammen leben. Außerdem gibt es Gemeinschaftsbäder. Insgesamt ist alles sehr international und es gibt Schüler aus vielen verschiedenen Ländern. Man wird schnell von den Leuten dort aufgenommen und knüpft leicht neue Kontakte. Wenn der Schultag um 17 Uhr zu Ende ist, gehen die meisten Schüler erstmal in ihre Zimmer. Das Abendessen beginnt um 18 Uhr in der Dining Hall. Von 20-22 Uhr haben die Bewohner des Dorm study hall. Das heißt, in dieser Zeit machen sie ihre Hausaufgaben oder lernen. Auch am Wochenende werden viele Sachen angeboten. Beispielsweise wird der Pool geöffnet oder es gibt verschiedene Projekte, Workshops oder Tagesausflüge, an denen man teilnehmen kann.

 

US Austausch 2019HaloweenFamily Life

Wir alle lebten mit Ausnahme von einem Mädchen, das im Dorm untergebracht war, während unserer Zeit in Pennsburg in Gastfamilien. So haben wir Einblicke in den amerikanischen Alltag bekommen, der von Familie zu Familie unterschiedlich war, jedoch ließen sich ein überall gewisse "Parallelen" finden zu unserem Alltag in Hildesheim. Die Familien waren alle sehr nett und hilfsbereit, was unseren Aufenthalt angenehmer machte, da wir doch alle vorher gehofft hatten, dass wir "Glück" mit unseren Hosts haben werden. Das bestätigte sich. Da die Entfernungen in Pennsburg und Umgebung von Familie zu Familie sehr groß waren, waren wir auf die Hilfe von unseren Host Parents angewiesen, wenn wir irgendwo hinwollten. Doch auch das war bei niemandem ein Problem. Alles in allem waren es sehr schöne 10 Tage im Leben von amerikanischen Jugendlichen und Familien, an die wir uns immer gerne erinnern. 

 

Trips

US Austausch 2019SchoolbusAm 3. Oktober haben wir unseren ersten Ausflug zu den Amish People nach Lancaster gemacht und auf dem Weg ein Altenheim und die kleine Stadt Lititz besucht. Das Pflegeheim, das sich auf Demenzkranke spezialisiert hat, von denen viele deutsche Wurzeln haben, hatte gerade eine „deutsche“ Woche – da kamen wir mit  ,,Viel Glück und viel Segen“ gerade recht und unterhielten uns anschließend mit den Leuten, sodass man die ein oder andere interessante Lebensgeschichte mitbekam. Ein kurzer Abstecher nach Lititz, einer kleinen, für amerikanische Verhältnisse sehr alten Stadt, in der auch eine Schokoladenmanufaktur ist, stand auch auf der To-do- Liste für diesen Tag, bevor es nach Kettle Village zu den Amish ging.

 

 

Die Amish sind eine protestantische Glaubensgemeinschaft, welche sich aus Auswanderen aus Mitteleuropa, die im 17. -18. Jahrhundert nach Nordamerika kamen, entwickelt hat. Sie sprechen auch heute noch das sogenannte „Pennsylvania Dutch“, einen Dialekt, der aus dem Süddeutschen kommt. Die Agrarwirtschaft wird wie im 19. Jahrhundert weitergeführt, das bedeutet, dass sie statt maschinellen Hilfsmitteln alles per Hand oder mit Pferdegespannen ausführen. Neue Technologien wie zum Beispiel Autos, Mikrowellen oder Handys haben sie nicht. Als wir eine Rundfahrt mit einem der traditionellen Pferdewagen machten, kamen wir auch an einer Amish Schule vorbei, die einen wie aus einem historischen Film vorkommt: Mädchen in langen Kleidern und Schürzen, Jungs mit Westen und Strohhüten. 

 

US Austausch 2019SubwayAm Dienstag darauf ging es – wieder im gelben Schulbus! -  nach Philadelphia – es ist zwar nicht die Hauptstadt von Pennsylvania, dafür aber die größte Stadt und die „Cradle of the Revolution“ (und eine Zeit sogar Hauptstadt der USA).  Im Constitution Centre, einem großen historischen Museum, sahen wir eine Medienshow zur Entstehung der amerikanischen Verfassung („We, the people“) und konnten uns in der Dauerausstellung multimedial mit der amerikanischen Geschichte befassen. Die Liberty Bell steht gegenüber die Glocke ist ein Symbol der amerikanischen Unabhängigkeit und wurde geläutet, als die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung zum ersten Mal auf dem Independence Square verlesen wurde. Nach einem Gang zum Delaware River hatten wir etwas Zeit, die Stadt selbst weiter zu erkunden, bevor wir in der Independence Hall einen Vortrag über die Geschichte dieses Ortes hörten – hier wurden die Unabhängigkeitserklärung und die Constitution der Vereinigten Staaten verfasst!

Am Ende unseres Ausflugs besuchten wir das Ursinus College, an dem zurzeit etwa 1500 Studenten studieren. Es ist ein privates College, das heißt für ein Jahr bezahlt man um die 53.000 $ Schulgeld. Deswegen erhalten 99 Prozent der Studenten eine Art Stipendium. Auf der Tour über den Campus sahen wir das Theater, die Mensa, ein Dorm-Zimmer, mehrere Sporthallen und einen Vorlesungsraum.

 

US Austausch 2019ger exch 2019

 

(Die Texte stammen von den Teilnehmer*innen der USA-Fahrt; Redaktion C. Heidkamp)