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Endlich geschafft - ab dem 18.12.2020 darf sich das Andreanum offiziell 'Fairtrade School' nennen. Ein positiver Abschluss für das Jahr. Eine digitale Feier soll im Frühjahr stattfinden, seid gespannt!

Der Schulträger

Schnelltests für Schüler – „Herkulesaufgabe“ für alle

Schnelltest am AndreanumAb Montag können sich alle Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitende selbst auf eine Corona-Infektion testen – aber das klingt einfacher als es ist:


Von Christian Harborth

Nach und nach kommen die versprochenen Corona-Schnelltests an den Schulen im Landkreis Hildesheim an. An vielen weiterführenden Schulen sowie Grundschulen trugen Paketdienst-Mitarbeiter Ende der Woche die Kartons zu jeweils 250 Stück in die Sekretariate und Hausmeisterbüros. „Es ist ein enormer logistischer Aufwand“, sagt Andreas Kruse, Leiter des Gymnasiums Himmelsthür.

 

 

Allein die große Schule am Ende der Straße An der Fohlenkoppel bekam am Donnerstag fünf Kartons mit zusammen 1250 Tests zugestellt. „Sie liegen jetzt trocken bei uns im Serverraum“, sagt Kruse. Am Montag sollen zunächst die Lehrkräfte des Gymnasiums geschult werden, wie die Tests funktionieren. Dienstag und Mittwoch sollen sie es ausprobieren, am Donnerstag und Freitag kommen dann die Schüler an die Reihe – vorausgesetzt, der Inzidenzwert lässt dann überhaupt noch Präsenzunterricht zu. Am Freitag war die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Hildesheim laut Landesgesundheitsamt auf 80,1 gestiegen. Ab 100 greift wieder automatisch das Szenario C, also das reine Homeschooling. Grundschulen, Förderschulen Geistige Entwicklung und Abschlussklassen wären aber davon ausgenommen.

Wie das Gymnasium Himmelsthür bekamen auch das Josephinum, die Michelsenschule, die Oskar-Schindler-Gesamtschule und viele weitere Einrichtungen die Antigen-Tests und bereiten sich jetzt auf die vom Land gewünschte Testwoche vor den Osterferien vor. „Wir planen einen ersten Durchlauf für Mittwoch und Freitag“, sagt etwa Dirk Wilkening, Leiter des Gymnasiums Andreanum. Auch die Schule am Hagentorwall wurde am Donnerstag mit 1000 Selbsttests beliefert. Am Andreanum ist man dankbar für die Ergänzung des Infektionsschutzes. Aber es gibt auch eine Schattenseite. „Für den organisatorischen Aufwand mussten bei uns viele Mitarbeiter Überstunden machen“, sagt Wilkening.

Das Land hat in den vergangenen Tagen mehr als 400 000 Tests für Schulen in Südniedersachsen auf den Weg gebracht, weitere 1,2 Millionen Exemplare sollen in der kommenden Woche zugestellt werden. Und nach den Osterferien soll es so weitergehen: Das Land will dafür sorgen, dass alle Kinder, Jugendlichen, Lehrkräfte und weitere Mitarbeitende jede Woche die Möglichkeit erhalten, sich freiwillig zu testen. „Das ist eine Herkulesaufgabe für alle“, sagt Kruse.

Schon jetzt ist klar, dass dabei nicht alles reibungslos funktionieren kann. Vor allem rund um die Grundschulen gibt es beispielsweise erhebliche Bedenken, was die Praktikabilität angeht. Denn hier sollen die Eltern ihre Kinder vor dem Unterricht zuhause testen. Allerdings dürfte schon die Anleitungen, die die Schulen an die Elternschaft verteilen, für manche kaum verständlich sein. Und nicht jeder legt vielleicht die medizinische Sorgfalt zugrunde, die erforderlich ist.

„Das ist schon sehr herausfordernd“, sagt Claudia Maria Wendt, Leiterin der Grundschule Itzum. Für die weiterführenden Schulen könne sie sich die Tests noch gut vorstellen. „Aber bei den Grundschulen fällt mir das bisher noch schwer.“

Wendt will die Schnelltests in der kommenden Woche an alle verteilen, die mitmachen wollen. Fällt ein Antigen-Test positiv aus, müssen die Eltern das Ergebnis an die Schule melden, das Gesundheitsamt wird eingeschaltet, die Kinder bleiben zunächst zuhause und müssen noch einen PCR-Test machen, der ein genaueres Ergebnis verspricht.

Auch an einigen weiterführenden Schulen wird darüber nachgedacht, ob es nicht besser wäre, wenn zuhause getestet wird. „Eine Entscheidung darüber treffen wir am Montag nach Absprache mit unserem Träger“, sagt Wilkening. Das hätte auch hier den Vorteil, dass Infizierte gar nicht erst mit Mitschülern in Kontakt kommen. Ein einheitlicher Tag oder eine einheitliche Zeit für Testungen in den Schulen dürfte wegen des überall unterschiedlichen Wechselunterrichts ohnehin nicht möglich sein. Auch hier denken die Schulen noch über die beste Zeit und den besten Ort nach.

Text und Foto: Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung [HAZ ], 20.03.2021