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Der Schulträger

Zu Besuch bei der HAZ

8E1 HAZ Besuch 1Wir, die Klasse 8E1, haben am 28.4.17 die Redaktion der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung (HAZ) besucht.

Der Chefredakteur Martin Schiepanski führte uns persönlich durch das Gebäude in der Rathausstraße im Herzen Hildesheims. Zuerst durften wir in den Hauptredaktionsraum, welcher sich in drei Bereiche aufteilt:

In der Mitte befinden sich die „Entscheider“, welche die Aufgabe haben, die Artikel vor der Veröffentlichung noch einmal durchzusehen und zu entscheiden, ob der Artikel in die Zeitung kommt. In zwei weiteren Bereichen der auch „newsroom“ genannten Räumlichkeit befinden sich die „Schreiber“, welche die Artikel verfassen und sich dazu auch im Internet und auf sozialen Netzwerken umsehen. Andere Mitarbeiter wiederum sind für die Grafiken zuständig. Der Chefredakteur machte uns darauf aufmerksam, dass es keine an Personen gebundene „Sitzordnung“ gebe, sondern die Aufgaben der Mitarbeiter an feste Plätze gebunden seien, so sitze z.B. der für den Online-Bereich zuständige Redakteur immer an einem bestimmten Platz, unabhängig davon, wer gerade Dienst habe.

Die Zeitung werde oft länger im Voraus geplant und daher sei es schwierig, Informationen von Ereignissen aufzunehmen, die nach Redaktionsschluss stattfänden oder kurz vorher einträten, denn um 0:00 Uhr beginne der Druckvorgang - dann seien keine Änderungen mehr möglich. Meist werde die Redaktion aber sowieso „schon“ um 22:00 Uhr geschlossen.

Nach diesen für uns interessanten Neuigkeiten führte uns der Chefredakteur in den Konferenzraum, wo er uns anhand von Beispielen zeigte, wie die Zeitung ihr Layout festlegt. Dazu präsentierte er auch Auszüge aus einer Studie. Diese machte deutlich, dass die Ressorts Sport und Kultur bei den Lesern nicht allzu beliebt sind und die Menschen immer weniger Zeit mit dem Lesen der Zeitung verbringen. Dies führte er auch als Grund dafür an, dass Zeitungen große Schlagzeilen und Bilder auf der Titelseite zeigen müssen, um auf gute Verkaufswerte zu kommen, da die jüngeren Leser im Schnitt nur noch 30-35 Minuten mit der Zeitung verbringen und die Zeitungen z.B. an einem Kiosk sofort ins Auge fallen müssten. 8E1 HAZ Besuch 2Eine besondere Schwierigkeit für die Entscheider sei es, vorherzusagen, welche Themen die Leser am ehesten interessierten. So informierte er uns über eine Studie, die herausgefunden hatte, dass die Hauptschlagzeile der Titelseite einer Ausgabe nur 5% (Sport) der Leser, die kleinste Schlagzeile dagegen 59% (Politik) der Leser erreicht hatte.

Herr Schiemanski klärte uns darüber auf, dass sie an diesem Punkt gemerkt hätten, dass Sport offensichtlich nicht sonderlich viele Leser finde. An diesen Studien könne man erkennen, dass gedruckte Zeitungen durch kostenlose Online-Alternativen langsam an Präsenz und Lesern verlieren würden, auch wenn dies aktuell wirtschaftlich noch nicht zu spüren sei. Danach sprach er noch an, wie weit die Zeitung bei der Veröffentlichung von Details im Falle von Verbrechen gehe, Suizide würden gar nicht erst genannt werden. Schließlich begründete er, warum die HAZ manchmal grausame Details von Taten veröffentliche: Die Leser sollen ein genaueres Bild vom Tathergang erhalten, um das erfolgende Gerichtsurteil besser einschätzen zu können.

Kai Simanski