Andreaskreuz 170

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Der Schulträger

Geschlechtergerechte Sprache

marker2Der nachfolgende Beitrag ist im Rahmen des Deutschunterrichtes entstanden:


Ein Teil der sogenannten „Political Correctness“ (zu Deutsch: politische Korrektheit) ist die geschlechtergerechte Sprache, die erst ein Begriff wurde, als man sich Gedanken über die Gleichberechtigung von Mann und Frau machte. Hauptsächlich möchte die geschlechtergerechte Sprache Formulierungen wie „Liebe Schüler der Schule X“ oder „Liebe Mitarbeiter“ vermeiden, bei denen zwar alle Geschlechter angesprochen werden sollen, in der Sprache aber nur das männliche Geschlecht wiedergegeben wird. Das erweckt den Anschein, dass entweder nur dieses Geschlecht gemeint ist, oder die Person hinter dem Text die anderen Geschlechter für weniger wert bzw. nicht erwähnenswert hält.


Mit der Zeit fanden die Menschen verschiedene Lösungen für dieses Problem, wie zum Beispiel beide Geschlechter zu erwähnen („Liebe Schüler und Schülerinnen“ oder „Liebe Schülerinnen und Schüler“), was allerdings ein weiteres Problem aufwirft, nämlich die Frage, welches Geschlecht als Erstes erwähnt wird. Dieses Problem wird in den danach folgenden Vorschlägen zumindest fast gelöst. Eine weitere Möglichkeit ist es nämlich, einen Schrägstrich (/) zu setzen („Liebe Schüler/innen“). Dieser weist jedoch durch die Tatsache, dass ein Schrägstrich meist als „oder“ verstanden wird und somit alles außerhalb des weiblichen und männlichen Geschlechts ausschließt, ebenfalls ein Problem auf. Besser sind da die beim Schreiben dieses Textes aktuellsten Methoden, ein Sternchen (*) oder einen Unterstrich (_) zu setzen („Liebe Schüler_innen“, „Liebe Schüler*innen), welche Mann und Frau einschließen, aber auch andere geschlechtliche Identitäten.
Probleme, die alle bisher genannten Möglichkeiten teilen, sind der Aufwand und auch die Länge, die sie hervorrufen, da ein Text, in dem beide Geschlechter verwendet werden, natürlich deutlich länger und eventuell sogar weniger verständlich ist.

 

Beispiele:


„Wir laden alle Schüler und Schülerinnen zu unserem Fest ein. Sie dürfen ihre Freunde und Freundinnen gerne mitbringen.“


„Wir laden alle Schüler*innen zu unserem Fest ein. Sie dürfen ihre Freund*innen gerne mitbringen.“


Das allergrößte Problem ist allerdings, dass die deutsche Sprache noch immer nicht auf Geschlechtergerechtigkeit eingestellt ist: So gibt es zum Beispiel immer noch Begriffe wie „der Jemand“ , bei denen es keine Möglichkeit gibt, eine weibliche Form zu verwenden.


Kai Simanski (Klasse 9E1)