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Der Schulträger

Zu Gast am Andreanum: Die Forscherwoche 2017

Antonia und Toni korrigieren die Lage des ungeborenen Kälbchens

 

Endlich war es soweit: Das Gymnasium Andreanum hatte vom 23. bis zum 27. Oktober zur Forscherwoche eingeladen. Insgesamt reisten 30 Schüler an, die sich durch Ihre erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb Jugend forscht mit innovativen Beiträgen hervorgetan oder hervorragende naturwissenschaftliche Leistungen im Unterricht erbracht hatten.


Foto:Antonia und Toni korrigieren die Lage des ungeborenen Kälbchen in der Tierärztlichen Hochschule.

eröffnung kleiner

 

Foto: Eröffnungsabend der Forscherwoche (von links): Frau Platz, Frau Lehre, Frau Westphale, Herr Wilkening.

 

Am Montag Abend eröffnete Herr Wilkening die Forscherwoche im Telemann-Saal des Andreanum und begrüßte unsere Gäste aus Bremen, Zeulenroda (Thüringen), Dillingen (Saarland) und Germering (Bayern) sowie die Schulöffentlichkeit. Den Einführungsvortrag hielt Silke Westphale, die 2014 am Andreanum ihr Abitur absolviert hatte. Die Studentin der Medizin (Universität Würzburg) beeindruckte durch eine anschauliche und informative Präsentation zum Thema „Meine Milz – Grundlagen der Immunbiologie“. Besonderes Interesse zeigten die Schüler an den Fallbeispielen HIV, Allergien und Multiple Sklerose. Im Anschluss informierte Silke Westphale über die Inhalte und den Aufbau eines Medizinstudiums. Beim anschließenden Pizzaessen kamen die Teilnehmer ins Gespräch, bevor sie sich auf den Weg ins Naturfreundehaus Hannover machte.

 

Die Andreaner im Labor der Organischen Chemie

 

Foto: Die Andreaner im Labor des Instituts für Organische Chemie der Leibniz Universität Hannover.

Am Dienstag besuchten die Teilnehmer das Institut für Organische Chemie der Leibniz Universität Hannover. Der Vormittag begann mit einer Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Butenschön, der die unterschiedlichen Institute der Fakultät für Chemie vorstellte und die Schüler über das Chemiestudium informierte. Nach einer kurzen Sicherheitsbelehrung ging es endlich ins Labor: „Kittel an und Schutzbrillen auf!“ Zunächst musste in Fünfergruppen die Versuchsapparatur aus Dimrothkühler, Rundkolben mit Rührfisch, Thermometer, Ölbad und Hebebühne aufgebaut werden, was Carolin Rehse (10b) und Johanna Kinder (Q1) problemlos gelang. Salicylsäure und Acetanhydrid wurden nun endlich mit Schwefelsäure versetzt und somit zur Reaktion gebracht bevor das Gemisch eine Stunde lang bei 90-100 °C gerührt werden musste. Das so entstandene Rohprodukt wurde abgesaugt, und von Nebenprodukten befreit: Endlich hielten die Schüler das Produkt in den Händen: Aspirin! Das Arzneimittel ist eines der meist verwendeten in der Welt, ca. 40.000 Tonnen werden pro Jahr verbraucht.

 

Kjell und Johanna probieren ein Pedelec aus

 

Nach den wertvollen Einblicken in die Welt der experimentellen organischen Chemie stand am Abend der Teamspirit im Vordergrund. Im Room Escape Hannover standen die Gruppen vor der Aufgabe, sich aus verschiedenen kniffligen Rätselräumen spielerisch befreien zu müssen. So reiste Patrick Herbicht (Q1) mit 5 Schülern aus den anderen Schulen durch die Zeit vom alten Ägypten bis in die Moderne, während sie viele Rätsel lösen und Hindernisse überwinden mussten. Hierfür wurde gemeinsam getüftelt und geknobelt bis schließlich der Schlüssel zur Freiheit entdeckt wurde!

 

Foto: Kjell und Johanna probieren ein Pedelec aus

 

 

 

 

 

 

 

 

Carolin im Labor der Tierärztlichen HochschuleEinen Einblick in das Tiermedizinstudium konnten die Teilnehmer am Mittwoch gewinnen: Im Skills Lab der tierärztlichen Hochschule stand ein Training ihrer klinischen Fertigkeiten im Mittelpunkt. Hier zeigten Kjell Rohwedder und Emily Rott (Q1), dass sie erfolgreich in der Lage waren, aus einer künstlichen Hundepfote Blut zu entnehmen.

 

Foto: Carolin im Labor der Tierärztlichen Hochschule

 

Währenddessen retten Antonia Blank und Toni Engmann (Q2) einem Plastik-Kälbchen das Leben und brachten es im Mutterleib vor der Geburt in die richtige Position. In der Klinik für Kleintiere hatten die Schüler die Wahl zwischen drei verschiedenen Themengebieten: Einige widmeten sich der Kultur und dem Zählen verschiedener Tumor–Zelllinien, andere beschäftigten sich mit der Bildgebung bei CT-, MRT- und Röntgengeräten, wobei sie ihre diagnostischen Fähigkeiten zeigen und MRT-Bilder verschiedener Schokoriegel richtig zuordnen mussten. Die dritte Gruppe hatte die einmalige Gelegenheit, sich mit der Ganganalyse von Hunden und Menschen auseinanderzusetzen. Dabei waren die Schüler zum Teil auch ihre eigenen Patienten und analysierten ihre Bewegungsabläufe und Herzfrequenz. Aber auch ein echter Vierbeiner wurde auf dem Laufband auf Anzeichen von Fehlstellungen beim Galopp untersucht.  Am Abend stand die Präsentation der eigenen Vorträge auf dem Programm, sodass erst um 22.00 Uhr der gemütliche Teil der Tages eingeläutet werden konnte.

 

Die Andreaner im Zukunftslabor der Hochschule HannoverDer Donnerstag war der Technik gewidmet. „Ich bin Pepper – schön, dass ihr da seid!“  So wurde die Gruppe im Zukunftslabor der Hochschule Hannover von einem humanoiden Roboter begrüßt. Anschließend durften die Schüler ihre eigenen Informatikfertigkeiten unter Beweis stellen und selbständig die niedlichen Nao Roboter und die bekannten NXT Lego-Roboter nach ihren eigenen Wünschen programmieren. 

Foto: Die Andreaner im Zukunftslabor der Hochschule Hannover.

 

 

Nach einer kurzen Mittagspause erhielten die Schüler einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte und Anwendungsgebiete der Elektromobilität. Im Zuge ihrer Bachelor- und Masterarbeiten hatten Studenten Roller und Skateboards umgerüstet und mit Elektromotoren ausgestattet – auf einigen dieser fahrbaren Untersätze konnten die Schüler ebenso wie auf verschiedenen Pedelecs ihre Runden drehen. In einem Forschungslabor erfuhren die Teilnehmer der Forscherwoche, dass der Wirkungsgrad von Elektromotoren mit 90% weit über dem von Verbrennungsmotoren liegt. Um die Reichweite von Elektroautos zu erhöhen, versuchen Mitarbeiter des Instituts aktuell Mikro-Blockheizkraftwerke in das Auto zu integrieren, mit denen die Energie für die Heizungs- und Klimaanlage bereit gestellt und so die Akkumulatoren entlasten werden sollen.

Felix im Fahrsimulator des Instituts für ElektromobilitätHier zeigte sich die Naturwissenschaft auch von ihrer unterhaltsame Seite: Felix Beckmann (Q1) durfte einen selbstgebauten Fahrsimulator ausprobieren und einige Runden auf der Rennstrecke in Dubai drehen. Ein beweglicher Sitz erhöhte dabei das Fahrabenteuer ungemein.

 

Foto: Felix im Fahrsimulator des Instituts für Elektromobilität.

 

 

 

Lenard bei der Blutentnahme

 

Foto: Lenard bei der Blutentnahme.

 

Nach einem spannenden und sehr informativen Tag, bei dem die Praxis nicht zu kurz kam, machten sich alle wieder auf den Rückweg zur Unterkunft. Nach dem Abendessen erwartete uns noch ein fachwissenschaftlicher Vortrag von Dr. Timm Haack von der Medizinischen Hochschule Hannover. In seinem Vortrag wurde die große Bedeutung der Forschung am Modellorganismus Zebrafisch deutlich, in dem er zeigen konnte, dass sich die Entwicklung des menschlichen Herzens und die des kleinen Fisches sehr ähneln. Die Forschungsergebnisse am Zebrafisch können somit helfen, menschliche Krankheiten besser zu verstehen oder die Folgen des Einsatzes von Zytostatika zu untersuchen. Nach diesem spannenden Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse ließen die Schüler die Forscherwoche mit einem vergnüglichen Tanzabend ausklingen.

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Förderern, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Forscherwoche erst ermöglicht haben.

Dieses sind:

Der Freundeskreis des Andreanum, den wir herzlich für seine Unterstützung danken!

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Im kommenden Jahr werden die Andreaner zu Gast in Bremen sein!

 

K. Lehrke, S. Möller und B. Platz