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Der Schulträger

Psalmen und Poetry-Slam

Nacht der Kirchen Anne Peggau„Lange Nacht der Kirchen“ lockt viele neugierige Besucher in die Innenstadt

 

Hildesheim. Die lange Nacht der Kirchen am Freitagabend beginnt laut. Um 18.55 Uhr läuten alle teilnehmenden 19 Kirchen gemeinsam ihre Glocken und so die Veranstaltung ein. Oder besser: die Veranstaltungen. Denn zu jeder vollen Stunde gibt es in jeder Kirche einen Programmpunkt. 

Zum Beispiel „Glocken-Geläut und Gloria“ in der Paul-Gerhardt- Kirchengemeinde. Hier trägt Pastor Rainer Schwartzkopff Interessantes über die Kirchenglocken vor, die dann geläutet werden, und der Jugendchor tritt auf. Im Anschluss kann man den Kirchturm besteigen und die Glocken von Nahem bestaunen. 

Die Entscheidung für einen Programmpunkt und eine Kirche fällt gar nicht so leicht, das Angebot ist sehr groß. Da ist der illuminierte Klostergarten in St. Godehard, ein Konzert zum Mitsingen in der St.-Martinus-Kirche oder auch die Möglichkeit, sich mit Psalmen zu beschäftigen. 

Im Literaturhaus St. Jakobi laden Anne Klocke und Dagmar Wortmann ein, den Raum mit der eigenen Stimme zu erforschen und gemeinsam zu singen. Tatsächlich lassen sich alle Besucher auf das Experiment ein, singen und sprechen gemeinsam im großen Kreis. „Der Raum ist Kultur pur“, schwärmt Besucherin Johanna Ridder. 

Um Stimme und Vortrag geht es um 21 Uhr auch in der Martin-Luther-Kirche. Dort gibt es einen Poetry Slam zum Motto des Abends „hellwach“. Sechs Schülerinnen des Andreanums tragen ihre Texte vor. Für Anne Peggau, die mit ihrem Text den Anfang macht, ist es der zweite Poetry Slam ihres Lebens. „Ich habe das Thema bekommen, und dann hatte ich sofort Bock zu schreiben“, erzählt sie. 

Auch im Garten der Martin-Luther-Kirche ist einiges los. Menschen haben es sich in den Liegestühlen gemütlich gemacht, viele gönnen sich ein Getränk am Cocktailwagen und einige Mutige seilen sich vom Kirchturm ab. 

Imposant und musikalisch geht es mit dem Konzert des Bläserkreises St. Michaelis in St. Lamberti zu. Als die Bläser von der langen Nacht der Kirchen hörten, hätten sie sofort Lust gehabt, mitzumachen, erzählt Anke Schrötke. Nur hatte die St.-Michaelis-Kirche als Programm die stille Kirche geplant, in der man Achtsamkeit und Stille erleben könnte. „Da passte ein Bläserkonzert nicht ganz so gut“, sagt sie lachend. Zum Glück kam dann die Anfrage von der Lamberti-Kirche. 

„Ich finde, es war sehr viel Kreativität dabei und ich hatte viel Freude“, zieht auch Mirko Peisert ein zufriedenes Fazit. „Es war hier in der Innenstadt wirklich eine ganz tolle Stimmung. Ich habe überall Leute mit den Flyern getroffen.“

r/abu 

 © Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung [HAZ ], 18.06.2018