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Der Schulträger

Startet hier das nächste große Ding?

Gründer Jakob Klement

Start Up-Schmiede „The Orangery“ legt los: Neun kreative Teams sollen bis Juni 2019 auf Erfolg getrimmt werden - Andreaner als jüngster Gründer dabei


Von Jan Fuhrhop

Hildesheim. Hildesheim ist nicht das Silicon Valley, nicht Berlin. Hier drängen sich nicht Tausende junge Kreative in Bars, Cafés und Büros, den Laptop vor sich, die vermeintlich nächste bahnbrechende Geschäftsidee im Kopf, im Kampf um die entscheidende Finanzspritze eines Risikokapitalgebers. Nein, davon ist man in dieser Stadt weit entfernt.

Und genau weil das so ist, gibt es keinen besseren Ort als Hildesheim, um mit der Gründer-Schmiede„The Orangery“ zu starten. Das sieht nicht nur der Kopf dahinter, der mehrfache Unternehmensgründer Dominik Groenen, so, sondern unter anderem auch die Hochschule HAWK, das Unternehmen Bosch SofTec und die Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine. Aufstrebende Unternehmensgründer in der Region halten und andere hierherzulocken– mit diesem Ansatz läuft das neue Zentrum, das sich in den früheren Räumen der Autobahnpolizei am Bismarckplatz eingerichtet hat und gestern offiziell eröffnet wurde.

Kurze Wege, direkte Kontakte zu Förderern und Partnern, das Potenzial herauszustechen anstatt beliebig zu sein und eben nicht die große Masse von Konkurrenten, die sich bei Geldgebern gegenseitig auf die Füße treten: Die vermeintliche Provinzialität Hildesheims kann durch- aus zum Vorteil werden, davon geht Groenen aus. Oberbürgermeister Ingo Meyer und Hi-Reg-Geschäftsführer Matthias UIlrich, die ohnehin von der Leistungs- und Innovationskraft der Region überzeugt sind, konnte er schnell begeistern, als er sich im Sommer 2016 zum ersten Mal an sie wandte. Im April dieses Jahres kündigten Groenen und HAWK-Präsident Marc Hudy schließlich bei den ersten Hildesheimer T- und Medientagen „DigiTal/Analogue“ die Gründung von „The Orangery“ an. Dort mischt jetzt auch als Gesellschafter Martin Kind mit, der Präsident von Hannover 96: Diese Nachricht verkündete Groenen am Donnerstag. Mit dabei ist auch Jakob Klement als jüngster Partner und vermutlich einer der jüngsten Gründer in Niedersachsen. Klement wird erst im kommenden Jahr sein Abitur am Andreanum machen.

Bosch Car Multimedia, Schwesterunternehmen des neuen Orangery-Partners Bosch SofTec, hatte bereits 2015 versucht, am Stammsitz im Hildesheimer Wald mit dem neu gegründeten Zweig „Beyond“ ein Start Up-Zentrum aufzuziehen und junge kreative Entwickler anzulocken – mit bisher mäßigem Erfolg, wie Unternehmenssprecherin Laura Schomaker auf HAZ-Nachfrage einräumen muss. Es gebe bei Bosch zwar generell „sehr erfolgreiche Aktivitäten mit Start Ups“, und auch in Hildesheim habe es „Zuspruch gegeben“, sagt Schomaker. Aber: „Bisher konnte noch kein passendes Projekt angesiedelt werden.“ Man behalte das Thema jedoch weiter im Fokus. Zum Auftakt 2015 war von Bosch-Seite von 10 bis 15 Start Ups die Rede, die man binnen vier Jahren fördern wolle.

In der Orangery sind es nun neun Teams, die ab heute Fahrt aufnehmen wollen (siehe unten). Es gebe keine Zeit zu verlieren, sagt Dominik Groenen: „Wir wollen Vollgas geben.“ Bis Juni 2019 arbeiten die Start Ups mit Beratern zusammen, die ihnen in Sachen Finanzierung, Marketing und Vertrieb zur Seite stehen. Bis Juni 2019 soll feststehen, ob die Gründer im Markt Erfolg haben können.

 

Im Gründerzentrum dabei:

YEP von Björn Fleck, Dominik Groenen und Jakob J. Klement bietet Weiterbildung in der Versicherungsbranche an. Für deren Mitarbeiter gilt eine gesetzliche Weiterbildungspflicht. In der Regel besuchen die Lernenden zeitraubende und hochpreisige Präsenzveranstaltungen. Idee: Lernen mit der YEP-App ist preisgünstiger als klassische Seminare. Lernzeit und Lektionen können mit der flexibel eingeteilt und gewählt werden.

 © Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung [HAZ ], 21.09.2018