Zum Schul-IServ...

IServ Logo klein RGB clean

 

 


geht es hier

Aus der Galerie

QR-Code

qr code andreanum

 

 

 

 

 

 

Der Schulträger

Eine kleine Reise durch die Provence     

Provence 2018 5Schon als der Reisebus in die Pappelallee an der Hildesheimer Sparkasse einfuhr, war klar: Diese Kursfahrt wird ein Erlebnis. Viele Umarmungen, Küsse und allgemeines Abschiedswinken später befanden wir uns auch schon auf unserer Reise in die Provence. Es ist die Region der duftenden Lavendelfelder und malerischer Natur, der wunderschönen Städte und unglaublich liebenswerten Menschen. Unser erstes Ziel war der Küstenort "Cap d’Ail", übersetzt so viel wie "Knoblauchkap", der direkt an der Grenze zu Monaco an der Côte d’Azur liegt. Uns wurde zwar im Voraus bereits gesagt, dass unsere Jugendherberge direkt am Meer liegen würde, aber beim ersten Betreten der Terrasse der sandsteinfarbenen Villa blieb den meisten trotzdem der Mund offen stehen.

 

 

Provence 2018 08

 
Trat man einige Schritte an das weiße Geländer heran, so brauchte man den Blick nur nach unten zu richten, um die weiße Gischt des Meeres gegen die Felsen branden zu sehen. Da alle Mahlzeiten glücklicherweise draußen eingenommen wurden, konnte man beim Essen immer den Blick auf das endlose Blau des Ozeans genießen. Während der gesamten Fahrt waren fast alle Tage mit einem dichten, aber sehr abwechslungsreichen Programm ausgefüllt, das besonders die Besichtigung der sehenswertesten Städte beinhaltete, die in Reichweite unseres derzeitigen Standtortes lagen.

 

 

Provence 2018 06So stürzten wir uns gleich am nächsten Morgen in das Getümmel von Nizza, veranstalteten Wasserschlachten zwischen den Fontänen der "Promenade du Paillon" und machten die wunderschön erleuchteten Straßen noch bei Nacht unsicher. Auch der typisch französische Markt von Antibes mit seiner unendlichen Vielfalt an Leckereien und die Besichtigung der berühmten Parfümerie Fragonard im historischen Bergdorf Èze boten eine Flut von Sinneseindrücken; allerdings auch ausreichend Gelegenheiten, sein gesamtes Taschengeld auszugeben. Leider zeichnete sich Cap d’Ail vor allem dadurch aus, dass der Ort direkt an einen steilen Hang gebaut war. So konnten die einheimischen Bewohner jeden Morgen aufs Neue eine Gruppe schweißdurchtränkter Jugendlicher beobachten, die bei dem Spaziergang zum Bus, der mehr an Bergsteigen erinnerte, regelmäßig fast kollabierten. 

 

Provence 2018 03

 

Unsere zweite Station auf der Reise war ein moderner, mit Mobile Homes ausgestatteter Campingplatz in der Nähe der Verdonschlucht. Hier erlebten wir einen der absoluten Höhepunkte der gesamten Fahrt: ausgestattet mit Schwimmwesten, Helmen und Neoprenanzügen ließen wir uns die Strömung des Canyons hinuntertreiben; sprangen von riesigen Felsen und Klippen in das eiskalte Wasser und setzten auch sonst ganz eindeutig unser Leben aufs Spiel. Am Ende des Tages gingen wir komischerweise trotzdem alle lebendig und mit einem Lächeln auf den Lippen ins Bett. 

 

 

 

Provence 2018 04Auch Avignon, die letzte Station unserer Reise, brachte viele prägende Erinnerungen mit sich: So sorgten die mitgereisten Chormitglieder im Amphitheater von Orange für Gänsehautmomente, nach einer wunderschönen Paddeltour wurde der Pont du Gard erklommen, die Strände der Camargue plattgelegen und zu guter Letzt auch noch der Papstpalast von Avignon besichtigt. Kaum einem stand nicht die Wehmut ins Gesicht geschrieben, als wir schließlich nach dieser fast zweiwöchigen Reise durch die Provence den Nachhauseweg antraten. Vielleicht lag es nur daran, dass wir während dieser Zeit alle etwas zusammengewachsen waren, oder daran, dass zuhause nur der Alltag und Schulstress auf uns wartete, aber eins ist sicher: Jeden von uns hatte das Land der Lavendelfelder ein bisschen verzaubert.

 

 

Annika Paul/ Fotos: Tamara Blume

 

Provence 2018 07