Berichte - Presse

Dingelbe, Andreanum, Bergen-Belsen: Wie Heinrich Jasper zur Hassfigur der Nazis wurde

Heinrich JaspersDer Todestag von Heinrich Jasper jährt sich am Mittwoch zum 75. Mal. Der frühere Braunschweiger Ministerpräsident stammt aus dem Landkreis Hildesheim. 1919 verhinderte er ein Blutbad, 1945 starb er im KZ.

 

Von Tarek Abu Ajamieh

Ein fröhlicher kleiner Junge, der über den Hof des Ritterguts Dingelbe tollt. Ein guter Schüler, der sich am Andreanum über sein Lateinheft beugt. Ein mutiger Soldat im Ersten Weltkrieg. Ein ebenso besonnener wie konsequenter Politiker, der in Braunschweig ein Blutbad verhindert und zugleich mächtige Parteifreunde scharf kritisiert. Ein kranker, geschwächter Mann, der in einem Konzentrationslager sein Leben aushaucht – wenige Wochen, bevor das Regime seiner Peiniger zusammenbricht.

Schlaglichter auf das Leben des Heinrich Jasper, dessen Tod im KZ Bergen-Belsen sich am Mittwoch zum 75. Mal jährt.

 

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Er war immer nah bei den Menschen

LaSup Meyer RoscherEhemaliger Landessuperintendent Meyer-Roscher stirbt mit 84 Jahren / Trauerfeier am Samstag

Von Christian Harborth

HILDESHEIM. Wer das Glück hatte, den früheren Landessuperintendenten Walter Meyer-Roscher während seiner letzten Lebensjahre zu treffen, sah sich bis zum Schluss einem interessierten, dem Neuen aufgeschlossenen und geistreich plaudernden Itzumer gegenüber. „MeyRo“, wie ihn viele nannten, war tief in religiösen Fragen verwurzelt. Aber er beherrschte es darüber hinaus wie kein Zweiter, mit den Menschen auf der Straße zu plaudern.

Am Montag ist diese Stimme verstummt. Meyer-Roscher starb im Alter von 84 Jahren. Die Trauerfeier ist für Samstag, 15. Februar, ab 10.30 Uhr in der Michaeliskirche geplant, die Beisetzung anschließend im engsten Familien- und Freundeskreis.

Der Theologe stand von 1991 bis zu seiner Pensionierung 1999 als leitender Geistlicher an der Spitze des damaligen Sprengels Hildesheim. Zuvor war Meyer-Roscher Pastor in Hildesheim und später Oberlandeskirchenrat im Landeskirchenamt der Landeskirche Hannovers.

 

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Immer weniger Schüler an beiden städtischen Gymnasien

von Christian Harborth

HILDESHEIM. Laufen die Gesamt- und Realschulen den beiden städtischen Gymnasien den Rang ab? Während die Zahl der Mädchen und Jungen, die das Goethe- und das Scharnhorstgymnasium besuchen, einen historischen Tiefpunkt erreicht hat, hat ihre Zahl an den Gesamtschulen Robert Bosch und Oskar Schindler wie auch an den beiden städtischen Realschu- len Renata und Himmelsthür deutlich zugenommen. Auch die Zahlen an den fünf übrigen Gymnasien in der Stadt sind trotz insgesamt sinkender Schülerzahlen stabil.

 

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