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Fairtrade School

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Endlich geschafft - ab dem 18.12.2020 darf sich das Andreanum offiziell 'Fairtrade School' nennen. Ein positiver Abschluss für das Jahr. Eine digitale Feier soll im Frühjahr stattfinden, seid gespannt!

jüdische Andreaner

Alfred Frank (1890 – 1942)

Alfred Frank kam am frühen Vormittag des 10.06.1890 in Hildesheim als Sohn von Leopold und Ella Frank, geb. Hirschberg auf die Welt. Er hatte drei Geschwister. Der Vater führte ein Viehgeschäft in der Arnekenstraße 31, wo die Familie auch lebte. 1898 wurde Alfred im Alter von acht Jahren in die Vorschule des königlichen Andreanums eingeschult. Ostern 1905 verließ Alfred die Schule nach der Untersekunda mit dem Wunsch, Kaufmann zu werden. Nach seiner Obersekundareife leistet Alfred den freiwilligen einjährigen Dienst in der Königlich Preußischen Armee ab. Am 13.06.1909 zog er wieder zu seinen Eltern, vermutlich um dort als Viehhandelsgehilfe zu arbeiten. Sein Vater verstarb kurz darauf am 3.07.1909 im Alter von 49 Jahren.  Alfred diente während des ersten Weltkriegs vom 1.03.1915-15.11.1918 als Soldat. Nach Kriegsende wurde Alfred Frank ab dem 8.01.1919 Alleininhaber des Viehhandels. Das Geschäft galt als erst bis zweitklassiges Unternehmen am Platze, das über 100 qm Stallungen und einen 12 qm großen Büroraum verfügte. Es gab einen angestellten Knecht. Alfred handelte vor allem mit Kühen und Rindern, hatte aber auch einige Pferde. 

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Dr. Ernst Jacobson (1884 – 1938)

Dr. Ernst JacobsenDr. Ernst Jacobson wurde am 26. Mai 1884 in Hildesheim geboren. Sein Vater, Joseph Jacobson, arbeitete als Kaufmann. Seine Mutter hieß Johanna Jacobson, geb. Güdemann. Ernst war der zweitälteste von insgesamt vier Kindern. Die Familie pflegte den jüdischen Glauben und war seit 1873 in der Friesenstraße 20 ansässig.

 

Ernst Jacobson war seit 1893 Schüler des Königlichen Gymnasium Andreanums. Da er in der Nähe der Schule wohnte, bestritt er den Schulweg höchstwahrscheinlich auch zu Fuß. Seit 1900 war er Schüler der Prima.

In der Prima gab es außer ihm noch einen weiteren Schüler, der jüdischen Glaubens war.

Im Jahr 1902 legte Dr. Jacobson seine Reifeprüfung ab und verließ das Andreanum mit dem Ziel, Jura zu studieren.

Sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Jena schloss er sehr erfolgreich im Alter von nur 21 Jahren ab.

Im Anschluss wurde er Referendar im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle. 

 

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Bruno Italiener (1881 – 1956)

ItalieBruno Italiener ist am 2. Februar 1881 in Burgdorf geboren. Seine Mutter Marianne stammte aus der angesehenen Burgdorfer Familie Adler und sein Vater Josef war der jüdische Lehrer der Gemeinde. Bruno hatte zwei jüngere Geschwister namens Ludwig und Gustav. Die Familie zog 1886 gemeinsam nach Peine, wo der Vater neben dem Schulunterricht auch Dienste als Vorbeter, Rechnungsführer und Schächter der Gemeinde übernahm. 

Nachdem Bruno zunächst die Höhere Stadtschule in Peine und daraufhin die Samson-Schule in Wolfenbüttel besucht hatte, wechselte er im Alter von 15 Jahren auf das Königliche Gymnasium Andreanum Hildesheim in die Obersekunda. Im Jahr 1899 absolvierte er das Abitur am Andreanum mit dem Vorhaben, im Anschluss ein Theologiestudium zu beginnen, für welches er Peine im September desselben Jahres in Richtung Breslau verließ. Dort nahm er die Rabbinerausbildung am Jüdisch-Theologischen Seminar auf und legte 1908 sein Examen ab. Nebenbei begann er das Studium der Philosophie, Orientalischen Philologie und Literaturgeschichte, welches er 1903 mit der Promotion in Erlangen abschloss. 

 

 

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