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Der Ganztag ab Februar 2016

schachfeld 300Das Ganztagskonzept des Gymnasium Andreanum
(ab Februar 2016)

Den Vorgaben des Schulträgers entsprechend arbeitet das Gymnasium Andreanum ab dem Schuljahr 2015/2016 im 5., 6. und 7. Jahrgang im teilgebundenen und ab dem 8. Jahrgang (und aufsteigend auch in den folgenden Jahrgängen) im offenen Ganztagsbetrieb. 

 

 

 

 

 

Grundlagen des Ganztagskonzeptes

60-minütige Unterrichtsstunden

Der Ganztagsbetrieb basiert auf einer Rhythmisierung, nach der die Unterrichtsstunden 60 Minuten dauern.  
Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen eine auf 45-minütigen Unterrichtsstunden beruhende Rhythmisierung, die allein im Vormittagsunterricht sechs Stunden in unterschiedlichen Fächern  vorsieht, als unvorteilhaft erscheinen. Demgegenüber trägt eine Untergliederung des Tages in längere Zeiteinheiten und weniger Unterrichtsstunden zu einer Beruhigung des Tagesablaufs bei.  
60-minütige Unterrichtsstunden erlauben es, den Stundenverlauf durch eine Binnenrhythmisierung  in unterschiedliche Phasen zu gliedern. Auf diese Weise eröffnen sich gute Bedingungen, um offene Unterrichtsverfahren zu realisieren und deren Ergebnisse ohne Zeitdruck auswerten und vertiefen zu können. In den naturwissenschaftlichen Fächern bietet sich ein hinreichender Zeitrahmen, um experimentell arbeiten und die Ergebnisse dieser Arbeit auch in derselben Stunde auswerten zu können. So zielt die 60-minütige Rhythmisierung über die Beruhigung des Tagesablaufs hinaus zugleich auf einen entspannten Ablauf der einzelnen Unterrichtsstunde.  
Aus dieser Rhythmisierung mit 60-minütigen Unterrichtsstunden ergibt sich in der Konsequenz, dass auch im Ganztagsbetrieb an keinem Tag mehr als fünf Stunden Unterricht vorgesehen sind.

 

Das selbstgesteuerte Lernen (SegeL)

Im 5., 6. und 7. Jg. ist im Rahmen des teilgebundenen Ganztagsbetriebs an einem der Unterrichtstage mit verpflichtendem Ganztagsunterricht eine Unterrichtsphase dem selbstgesteuerten Lernen vorbehalten. 

Die Phase des selbstgesteuerten Lernens umfasst 60 Minuten. Dieser Zeitraum wird in zwei Abschnitte von je 30 Minuten Dauer mit einer Zäsur gegliedert, in der die Schülerinnen und Schüler den Raum wechseln können. 

Das selbstgesteuerte Lernen eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, im vorgegebenen Rahmen Lernprozesse selbstständig zu gestalten und die Verantwortung dafür selbst zu übernehmen. Dabei geht es nicht nur um die Erledigung von (Haus-)Aufgaben, die (möglichst) als Wochenplanaufgaben gestellt werden, sondern auch um die Vorbereitung von Präsentationen oder die Bearbeitung von der Differenzierung dienenden Fördermaterialien. Die Schülerinnen und Schüler haben die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob sie ihre Aufgaben allein, in Partner- oder Kleingruppenarbeit erledigen und ob sie sich von Lehrkräften unterstützen lassen möchten. Innerhalb des gegebenen Rahmens kann auch der Ort gewählt werden, an dem die Arbeiten erledigt werden sollen. Dafür stehen zum einen Klassenräume entsprechend der Anzahl der Klassen des betreffenden Jahrgangs zur Verfügung, aber auch die Bibliothek, ein zusätzlicher beaufsichtigter Freiarbeitsraum und mehrere Arbeitsecken im Schulgebäude. In jedem der einbezogenen Klassenräume steht eine Lehrkraft  zur Verfügung, die in dem Jahrgang ein Kernfach unterrichtet (Deutsch, Englisch, Mathematik und Latein) und die Schülerinnen und Schülern bei der Bewältigung der Aufgaben beratend unterstützt. Nach dem ersten der  beiden 30-minütigen Takte können die Schülerinnen und Schüler den Lernort wechseln. Es besteht auch die Möglichkeit, die gesamte Zeit für die Erledigung einer Aufgabe zu verwenden (z.B. für die Vorbereitung eines Referates in Kooperation mit anderen Mitschülerinnen bzw. Mitschülern). 

Die Schülerinnen und Schüler führen ein Logbuch, in das sie für jede Woche eintragen, wie sie die Zeit des selbstgesteuerten Lernens genutzt haben, das heißt, welche Aufgaben sie mit wem an welchem Ort bewältigen wollen und wie erfolgreich ihnen dies gelungen ist. Dieses Logbuch dient der Selbstkontrolle und ist zugleich Grundlage für Beratungsgespräche mit den betreuenden Lehrkräften.  

Das selbstgesteuerte Lernen impliziert, dass …

  • den Schülerinnen und Schülern für die zu erledigenden (Haus-)Aufgaben möglichst ein längerer Zeitraum (etwa eine Woche) zur Verfügung steht,
  • für jede Klasse ein Klassenraum sowie möglichst ein weiterer Freiarbeitsraum zur Verfügung steht,
  • Lehrkräfte des Jahrgangs, die die Kernfächer unterrichten, im notwendigen Umfang zur Verfügung stehen,
  • alle Lehrkräfte, die in den verschiedenen Jahrgängen das selbstgesteuerte Lernen in einem Kernfach betreuen, in ihrem Unterrichtsraum Differenzierungsmaterialien für das von ihnen betreute Fach deponieren und problemlos bereitstellen können,
  • über die Klassenräume hinaus Rückzugsorte im Schulgebäude verfügbar sind, die zum stillen Arbeiten genutzt werden können,

 

Arbeitsgemeinschaften

Dem Gymnasium Andreanum war es auch in der Vergangenheit wichtig, seinen Schülerinnen und Schülern mehr zu vermitteln als die in den Curricula der Unterrichtsfächer vorgegebenen Kompetenzen. So gab es stets ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften, die zum Teil der Vermittlung oder Vertiefung bereits bestehender persönlicher Interessen, aber auch der Eröffnung neuer Horizonte dienten. Dass Schülerinnen und Schüler unserer Schule in bemerkenswerter Breite bei regionalen, landes- oder bundesweiten Wettbewerben erfolgreich bestehen konnten, beruhte auch auf einer erfolgreichen AG-Arbeit.

Das Ganztagskonzept sieht für die 5., 6. und 7. Jahrgänge je eine Pflicht-AG vor. Aus einem breiten Angebot unterschiedlicher Arbeitsgemeinschaften können die Schülerinnen und Schüler ein Angebot wählen, das ihren Interessen entspricht. Das AG-Angebot reicht von sportlichen Angeboten (z.B. Fußball) über künstlerisch-handwerkliche Angebote (z.B. Töpfern, textiles Gestalten), Angebote aus dem Bereich Musik (z.B. Chor) bis hin zu mathematisch-naturwissenschaftlichen Angeboten (z.B. Mathematik-AG, Forscher-AG). Diese AG-Angebote sind für die genannten Jahrgänge Bestandteil des Ganztagsbetriebes und liegen an einem der beiden langen Unterrichtstage (bis 15:15 Uhr). Da die Zeiten für diese Arbeitsgemeinschaften für mehrere Jahrgänge parallel liegen, eröffnen sich Möglichkeiten, diese Angebote jahrgangsübergreifend anzubieten. An den Tagen mit frühem Unterrichtsschluss sollen zusätzliche freiwillige AGs angeboten werden.

Im Rahmen des offenen Ganztagsbetriebs ist für die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs [und aufsteigend künftig auch höherer Jahrgänge] die Teilnahme an den AGs freiwillig. Wegen der höheren Unterrichtsverpflichtung endet für diese Schülerinnen und Schüler der Unterricht erst um 14:10 Uhr. Die AGs werden im Anschluss angeboten und dauern bis 15:15 Uhr.

 

Die Struktur des Ganztagsbetriebs

Der teilgebundene Ganztagsbetrieb im 5., 6. und 7. Jahrgang

Der teilgebundene Ganztagsbetrieb sieht vor,  dass alle Schülerinnen und Schüler des 5., 6. und 7. Jahrgangs an zwei Tagen [Ganztagen] bis 15:15 Uhr am Unterricht und den ganztagsspezifischen Angeboten teilnehmen. Die Ganztage umfassen 5 Stunden Unterricht, eine 45-minütige Mittagspause und entweder die 60-minütige Pflicht-AG oder die ebenfalls 60 Minuten dauernde Phase des selbstgesteuerten Lernens (SegeL). In der Mittagspause besteht die Möglichkeit, in der Mensa oder Cafeteria zu essen. Darüber hinaus dient diese Pause als aktive Pause der selbstgewählten Freizeitbeschäftigung. Dafür stehen zum einen die Bibliothek, die Eingangshalle und die Klassenräume, zum anderen der Schulhof mit der Kletterwand, Tischtennisplatten und der Ausleihstation von Sportgeräten (Bällen usw.) zur Verfügung. Darüber hinaus ist der Sozialraum geöffnet, der vom Schulsozialarbeiter betreut wird. Die aktive Pause und die Pflicht-AG bzw. die Phase des selbstgesteuerten Lernens umfassen zusammen 90 Minuten eines jeden Ganztages.

An den drei Tagen ohne Ganztagsbetrieb endet für die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs der Unterricht bereits um 12:25 Uhr. Es besteht auch an diesen Tagen die Möglichkeit, am Mittagessen in der Mensa und an freiwilligen AG-Angeboten teilzunehmen. Sofern ein entsprechender Bedarf besteht, soll auch an diesen Tagen eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler bis 15:15 Uhr angeboten werden.  
An den Tagen ohne Ganztagsbetrieb endet für die Schülerinnen und Schüler des 6. und 7. Jahrgangs der Unterricht an zwei Tagen bereits um 12:25 Uhr und an einem Tag um 14:10 Uhr. Auch an diesen Tagen besteht die Möglichkeit, am Mittagessen der Mensa und an freiwilligen AG-Angeboten teilzunehmen. Nach Bedarf können auch Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs an den kurzen Unterrichtstagen (außer freitags) an Betreuungsangeboten bis 15:15 Uhr teilnehmen.

Der offene Ganztagsbetrieb im 8. Jahrgang (und aufsteigend künftig auch höheren Jahrgängen)

Da sich aufgrund des Wahlpflichtbereichs mit den Fächern Französisch, Griechisch, dem naturwissenschaftlichen und dem gesellschaftswissenschaftlichen Profilfach die Unterrichtsverpflichtung gegenüber den unteren Klassen erhöht, sieht das Ganztagskonzepts keine Verpflichtung zu AGs oder anderen Angeboten vor. Der Unterrichtstag umfasst eine 45-minütige Mittagspause und endet montags bis donnerstags um 14:10 Uhr. Im Anschluss daran werden unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften angeboten. Freitags endet der Unterricht bereits nach der 4. Stunde um 12:25 Uhr.

Im Schuljahr 2017/18 wird der erste Jahrgang, der nach G9 unterrichtet wird, den 10. Jahrgang erreichen. Nur in diesem Jahrgang ist abweichend vom Modell für die 8. Klassen auch freitags nach der Mittagapause eine 5. Unterrichtsstunde vorgesehen.

 

Anhang: Stundentafel ab dem Schuljahr 2015/16

 

Strukturmodell für den Stundenplan der 5. Klassen

Struktur 2016 Jahrgang 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Strukturmodell für den Stundenplan der 6. und 7. Klassen

Struktur 2016 Jahrgang 6-7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Strukturmodell für den Stundenplan der 8. Klassen

Struktur 2016 Jahrgang 8