Andreaskreuz 170

Aus der Galerie

QR-Code

qr code andreanum

 

 

 

 

 

 

Der Schulträger

Ungarn

Das Evangélikus Kossuth Lajos Gimnázium in Nyíregyháza

Ungarn NyrUnser Austausch mit Ungarn
Sziastok! Hallo!

Der Kontakt mit unserer ungarischen Partnerschule besteht seit 1992. Nach der Wende 1989 hatte der ungarische Staat viele Schulen in ihre ehemalige Trägerschaft entlassen. So formierte sich unter dem Dach der evangelisch-lutherischen Kirche Ungarns auch das Evangélikus Kossuth Lajos Gymnasium im ostungarischen Nyíregyháza. Der erste Besuch einer Schülergruppe des Andreanum fand 1994 statt, und seit dieser Zeit organisieren wir den Schüleraustausch regelmäßig zumeist im

Zwei-Jahres-Rhythmus für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bist 11. Im Schuljahr 2002/2003 führten wir gemeinsam ein Comenius 1 Fremdsprachenprojekt durch. Der Projekttitel lautete: Andreaskreuz und Lutherrose – Evangelische Schulen in Europa. Im Jahr 2006 feierte die Schule ihr 200jähriges Bestehen. Zu den Feierlichkeiten waren neben unserem Schulleiter auch eine Schülergruppe des Andreanum geladen.

Ungarn_Lrose.jpgWas nützt ein Schüleraustausch mit einer Stadt in einem Land, dessen Sprache nur schwer zu lernen ist, und die auch keinerlei internationale Bedeutung, wie beispielsweise Englisch, Französisch oder Italienisch besitzt? Die Antwort darauf kann nur von ungarischer Seite aus positiv beantwortet werden. Das Kossuth-Lajos-Gymnasium betreibt den Austausch durchaus zur Förderung des Deutschunterrichts.

Zudem ist man dort daran interessiert, für das Projekt „Evangelische Schule“ Unterstützung zu bekommen.

Aus unserer Sicht ist der Schwerpunkt zwangsläufig auf einer anderen Ebene angesiedelt. Das Kennenlernen einer neuen Umgebung, die nicht vom Tourismus „westlicher Art“ geprägt ist, stellt schon einen Wert an sich dar. Es findet eine Konfrontation mit Lebensverhältnissen statt, die nicht immer unserem Standard entsprechen. Andererseits wissen alle unsere Schülerinnen und Schüler, die in den letzten Jahren in Nyíregyháza waren, von der Gastfreundschaft der Menschen dort geradezu Überwältigendes zu berichten, und wenn es nur darum ging, dass sie die Verpflegung für einen Tagesausflug oder die Rückreise kaum tragen konnten.

ung02.jpgHinzu kommt, dass Ungarn ein Paradebeispiel dafür ist, wie sich ehemalige Staaten Osteuropas nach der Wende zunehmend an westlicher Lebensart orientieren, was nicht immer nur positive Ergebnisse hervorbringt.

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen das Alltags- und Schulleben in einer Stadt am östlichen Rande Ungarns kennen. Diese können sie vergleichen mit ihren Eindrücken und Erfahrungen, die sich ihnen während ihres Aufenthalts in der Hauptstadt Budapest eröffnen. Ein zweitägiger Besuch der ungarischen Hauptstadt mit Stadtrundfahrt und Parlamentsbesichtigung gehört nämlich dankenswerterweise immer zum Programm. Darüber hinaus ergeben sich auch hin und wieder Einblicke in das Leben der ungarischen Nachbarstaaten - Rumänien, die Ukraine und die Slowakei.

Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten also durch dieses Austauschprogramm die kostbare Chance, weit über ihren eigenen vertrauten Tellerrand hinauszublicken.

Kerstin Dohmen