Andreaskreuz 170

Die Cronik der Cafeteria

 cafeteria 1Eigentlich beginnt alles im Jahr 1996: Der „Initiativkreis am Andreanum“ bietet als neues Projekt die betreute Hausaufgabenhilfe an. Um den teilnehmenden (und natürlich auch allen anderen) Schülern eine schmackhafte Mahlzeit anbieten zu können, wird die „Büffeltränke“ von engagierten Eltern und Lehrern unter der Federführung von Dr. Strube ins Leben gerufen. Im Vorraum der Schule werden montags bis freitags zwischen 12 und 14 Uhr zumeist zu Haus zubereitete Speisen für den kleinen Hunger zum Selbstkostenpreis angeboten. Belegte Brötchen, Pizzateile, Hotdogs, Hamburger und selbstgebackene Kuchen erweisen sich auch bei hungrigen Lehrern als Renner. Herr Littmann organisiert den Einsatzplan für die Eltern.

Am 18. September 1998 ist es dann soweit: Im Erweiterungsbau der Schule wird die Cafeteria in ihrer heutigen Form eröffnet. Der Weg dahin war mühselig, es gab eine heftige Debatte, ob eine solche Einrichtung innerhalb unserer Schule von Nöten sei. Es haben sich letztendlich diejenigen durchgesetzt, denen schwante, was uns das Kultusministerium so alles an Änderungen aufbürden würde!

Die (damals) neue Cafeteria ist komplett ausgestattet mit Kühlschrank, Backofen, Herd, Spülmaschine etc. – das Inventar vom Kaffeelöffel bis zur Küchenmaschine stammt aus Elternspenden (im Keller steht noch eine kleine Kaffeemaschine mit Blümchenmuster)! Es sind anfangs 40 Freiwillige (Eltern), die unter der Leitung von Frau Kraus und Herrn Senne dort wirtschaften. Zum Angebot der Büffeltränke kommen Pizza und Nudeln, so dass für kleines Geld eine richtige warme Mahlzeit angeboten werden kann. Ein Bäcker aus Northeim liefert Brötchen und Gebäck, Herr Senne fährt 2x wöchentlich zum Großmarkt, um den Bedarf zu decken. Bis zur Eröffnung des Pavillons auf dem Schulhof wird das Sortiment von Herrn Senne am Fenster „nach draußen“ verkauft. Ab Januar 2001 wird die Cafeteria von der Bäckerei Seebald aus Bad Sachsa beliefert.

cafeteria 2Zu den Eltern gesellen sich in den Pausen immer mehr „Helferlein“, so dass bald ein koordinierender Plan für den Einsatz der Schüler erstellt werden muss. Besonders hilfreich ist ihr Arbeitseifer bei der Zubereitung der Hotdogs: Die Wünsche reichen von „mit Senf“, „ohne Gurke“, „viel Zwiebeln“, „nicht so viel Ketchup“ bis „mit allem, aber ohne …“! Sogar ein vegetarisches Hotdog („mit allem, aber ohne Würstchen“) wird bisweilen geordert.

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2001/2002 wird Herr Schencke als organisatorischer Leiter an die Seite von Frau Kraus gestellt. Als diese im Frühjahr 2002 erkrankt, springen die Eltern sofort ein und übernehmen die anfallenden Aufgaben. Zu diesem Zeitpunkt ist bereits deutlich geworden, dass sich die Cafeteria  - wie schon von Dr. Strube gewünscht – dank des unermüdlichen Einsatzes von Frau Kraus zu einem „Zentrum der inneren Diakonie“ im Andreanum entwickelt hat. Die Cafeteria ist nicht nur „Versorgungsstation“ für hungrige Mäuler, es werden außerdem kostenlos Magentee für Schüler mit Bauchweh sowie Pflaster und Eisbeutel für kleinere Verletzungen herausgegeben. Aber die Mitarbeiter fungieren auch als Seelentröster bei verpatzten Arbeiten oder anderen Problemen.

Da die anfallenden Aufgaben den zeitlichen Rahmen des Ehrenamtes mittlerweile bei Weitem sprengen, setzt sich die Schulleitung dafür ein, dass die Kirche als Schulträger zwei hauptamtliche Kräfte einstellt, die sich neben Herrn Schencke darum kümmern, dass die Cafeteria morgens eingerichtet und nachmittags wieder sauber für den nächsten Tag hergestellt wird. Im August 2002 übernehmen Frau Gorka und Frau Hallwaß diese Posten und führen die Arbeit von Frau Kraus mit dem gleichen Eifer fort.

Mit der Eröffnung der Mensa im Sommer 2006 gibt es einen Umbruch im Angebot der Cafeteria: Die „warme Mahlzeit“ wird nun dort als komplettes Mittagessen angeboten. Die Cafeteria streicht Nudeln, Hotdogs und Pizza von ihrem Speiseplan, andere Angebote wie Donuts, Mini-Guglhupf oder auch Früchtemüsli mit Joghurt bereichern den Tresen. Der absolute Renner sind jedoch die Pizzabrötchen, die einige Male im Jahr angeboten werden.

cafeteria 3An der Spitze gibt es einige Wechsel: Herr Schencke z.B. muss wieder mehr seiner eigentlichen Aufgabe nachgehen und mehr Unterricht erteilen, so dass die Leitung derzeit in den Händen von Daniela Seeck-Stötzer, Birgit Troestler und Claudia Zürner liegt.

Technische „Highlights“ in der Cafeteria-Geschichte bedeuten die Anschaffung des „Kaffeespezialitätenautomats“ und der Kauf einer Großküchenspülmaschine, deren Spülgang nur 2 ½ Minuten dauert.

Wobei wir zu einem Thema kommen, das sich seit Gründung der Cafeteria wie eine unendliche Geschichte durch all die Jahre zieht: Was nützt die beste Spülmaschine, wenn das Geschirr nicht zurückgebracht wird?!? Theoretisch dürfte das Geschirr den Cafeteria-Bereich gar nicht verlassen, praktisch findet sich überall auf dem Schulgelände schmutziges Geschirr - sogar auf den Toiletten werden Tassen oder Salatschüsseln gefunden! Es ist nicht die Aufgabe des Cafeteria-Teams - auch nicht der Putzfrauen oder der Hausmeister - schmutziges Geschirr einzusammeln und in die Cafeteria zurückzubringen! Die Folgen sind ab und an zu spüren: keine Schüsseln - kein Salat, keine Becher - keine Getränke!

Damit die Cafeteria auch in den nächsten Jahren ihren Auftrag als „Zentrum der Diakonie“ uneingeschränkt erfüllen kann, sind wir dringend auf die Mithilfe weiterer Mütter und Väter angewiesen, auch Großeltern sind als Helfer herzlich willkommen.

 

Öffnungszeiten:     Montag   -   Donnerstag            8.50   -   14.00 Uhr

                              Freitag                                     8.50   -   13.30 Uhr

 

Daniela  Seeck-Stötzer      Birgit Troestler     Claudia Zürner