Weil wir im Unterricht gerade das Thema „Ägypten“ behandeln, haben wir – zusammen mit Herrn Becker und Frau Reddersen – auch die Ägypten-Ausstellung im Roemer- und Pelizäus-Museum angeschaut.
In Ägypten selbst und somit auch in der Ausstellung drehte sich vieles um die Vorstellung, wie man nach dem Tod im Jenseits weiter „lebte“.
So sind wir z. B. der Statue des Hem-iunu begegnet. Er war ein wichtiger und berühmter Mensch in Ägypten. Er wurde vom Pharao Cheops als Sohn angesehen und bekam den Auftrag, die große Cheops-Pyramide zu bauen. Mit seiner Statue wollte er dafür sorgen, dass er auch im Jenseits ein mächtiger Mann ist. Die Statue des Hem-iunu wurde erst nach Tausenden Jahren gefunden, aber ohne Kopf. Historiker vermuten, dass Grabräuber das Grab geplündert haben. In den Augen der Statue waren Edelsteine, deshalb haben sie den Kopf abgeschlagen, um diese zu stehlen. Am Ende wurde der Kopf ein Stück von der Statue entfernt gefunden.
Wir haben uns auch noch zwei weitere Statuen angesehen. Eine davon war die Statue von Sachmet, das ist die altägyptische Löwen-Göttin für Heilkraft, aber auch für Zerstörung. Die andere war eine Statue des Gottes Anubis. Anubis begleitet den Menschen nach dem Glauben der Ägypter zum Totengericht. Nach dem Tod wurde man von Anubis zum Totengericht begleitet. Dort wurde das Herz gewogen. War das Herz leichter als die Feder der Göttin Maat, durfte man ins Totenreich eintreten. Wenn das Herz jedoch schwerer war, wurde es von einem Ungeheuer aufgefressen.
Außerdem haben wir eine Scheintür gesehen. Uns wurde erklärt, dass die Scheintür keine Tür ist, durch die man hineingehen kann, sondern eine Tür, vor die man ein Kissen legt. Auf dieses Kissen konnten zum Beispiel Makeup oder Schmuck gelegt werden, damit die Seele diese Dinge von dem Kissen nehmen kann und so im Jenseits gut versorgt ist.
Schließlich haben wir noch etwas über die Mumifizierung gelernt. Uns wurde erklärt, wie man die Organe aus dem Körper bekommen hat, damit der Körper möglichst lange in gutem Zustand erhält. Dem Toten wurde außerdem jegliche Feuchtigkeit entzogen. Der ganze Prozess der Mumifizierung dauerte ungefähr 3 Monate. Man hat aber nicht nur Menschen mumifiziert, sondern auch viele Tiere.
Im Augenblick ist die neue Ägypten-Ausstellung noch nicht ganz fertig. Bald kann hier sicher noch viel, viel mehr entdecken.
Luise Bothor und Malak Abdallal, Klasse 5E2
