Geschichte

800 Jahre alt wird das Andreanum im Jahr 2025 alt: Rund 200 Generationen von Schülerinnen*Schülern und Lehrkräften haben vor uns an dieser Schule gelernt, gelebt, gelacht und manchmal auch geweint. Herausragende Gestalten in der Musik, den Wissenschaften, Verantwortungstragende in Wirtschaft und Politik hat diese Schule dabei hervorgebracht und - was noch wichtiger ist - jede Menge exzellent gebildete, kreative, engagierte und einfühlsame junnge Menschen, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft prägen werden.Aber Tradition ist nicht das Bewahren der Asche sondern immer wieder neu das Entfachen von Feuer für eine evangelische Schule in Hildesheim, die den ganzen Menschen im Blick hat.

Martin Boyken war ehrenamtliches Stadtoberhaupt - aber er war auch Direktor einer wichtigen Hildesheimer Schule Von Christian Harborth und Sven Abromeit Während Sir Hans Adolf Krebs vom Hildesheimer Stadtrat am 9. Juli 1984 posthum mit der Benennung eines nur 250 Meter langen Weges geehrt wurde, billigten die Verantwortlichen im Rathaus am selben Tag Martin Boyken einen 1388 Meter langen stattlichen Ring im Neubaugebiet zwischen Marienburger Höhe und Itzum zu. Die beiden Ehrenbürger verband dabei nicht nur das Datum der Straßenbenennung, sondern Nobelpreisträger Krebs war von 1910 bis 1918...

Oberbürgermeister Ingo Meyer: „Wir sind auf diese Zahl nicht stolz“ / Verlegung stellvertretend für alle Orte am Andreanum Von Michael Bornemann Hildesheim. Am 2. November 1942 wurde der Hildesheimer Walter Ehrlich im Alter von 53 Jahren im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Er war einer von acht NS-Opfern und Schülern des Andreanums, für die am Mittwoch Stolpersteine vor dem Gymnasium verlegt wurden. Die Steine des Künstlers Gunter Demnig sollen die Erinnerung an Menschen wachhalten, die von den Nationalsozialisten verfolgt oder in den Selbstmord getrieben wurden. „Jeden Morgen...

Wie andere Hildesheimer Gymnasien hatte auch das Andreanum jüdische Schüler. Welchen Lebensweg haben diese Jugendlichen nach dem Schulbesuch eingeschlagen? Wie ist es ihnen in der NS-Zeit ergangen? Konnten sie emigrieren und überlebten? Oder blieben sie in Deutschland und wurden dann deportiert und ermordet? Schülerinnen und Schüler haben sich im Rahmen eines Seminarfachs im Schuljahr 2019/2020 konkret mit jüdischen Mitschülern beschäftigt, die Opfer des Holocaust wurden. Dazu recherchierten sie in Schulakten und anderen Dokumenten im Stadtarchiv Hildesheim.

...daß er den Unwillen des allmächtigen Gottes auf sich zieht... Die geschichtlichen Wurzeln der Schule bei der St. Andreaskirche zu Hildesheim liegen im dunkeln. Ein genaues Gründungsdatum, geschweige denn ein Gründer können nicht angegeben werden. Es steht aber fest, daß das Schicksal dieser Schule bei dem Markt Hildesheims, auf deren Tradition sich das Gymnasium Andreanum beruft, schon in allerfrühster Zeit mit der Kirche St. Andreas in Verbindung stand. Zum ersten Male findet eine St. Andreas-Kirche oder -Kapelle Erwähnung in einer aus dem 12. Jahrhundert stammenden Lebensbeschreibung...