Am 4. Juni waren wir im Rahmen des Lateinunterrichts mit Herrn Becker und Frau Beck im Roemer- und Pelizäus-Museum und haben uns den Hildesheimer Silberfund angeschaut.
Am Galgenberg wollten Soldaten aus Hildesheim einen langen Gang bauen, damit sie das Schießen aus weiter Entfernung üben konnten. Beim Graben stießen sie auf einen großen Erdklumpen. Als sie mit der Spitzhacke daraufschlugen, sahen sie einen großen Silbertopf, der aber von der Spitzhacke beschädigt worden war. In diesem Topf und auch beim weiteren Graben fanden sie noch weitere Teile eines Silbergeschirrs, das sich bei Nachforschungen als römisch herausstellte. Das ist natürlich ein großes – und auch bis heute nicht gelöstes - Rätsel, da das Römische Reich sich nicht so weit nach Norden ausgebreitet hatte.
Der damalige preußische König ließ den Fund schon bald nach Berlin bringen. Selbst bis heute hat es das Museum nicht geschafft, das Silbergeschirr zurückzuholen. Man sieht in Hildesheim also nur Kopien.
Als nächstes wurde uns das Modell eines Hauses einer reichen römischen Familie gezeigt. Dort blieben wir jedoch nicht lange, denn wir kannten schon einige Räume wie z. B. das Atrium – das ist die Eingangshalle – oder das Triclinium, das ein Speisezimmer ist.

An einem Modell der drei Liegen, auf denen bei Festessen jeweils drei Personen lagen, lernte unsere Klasse, dass es eine feste Ordnung, wer wo lag. Ganz links lag der Hausherr, daneben sein engster Freund und ganz rechts lag jemand, der nicht der wichtigste bei dem Fest war. Man konnte aber z. B. durch Gastgeschenke in der Reihenfolge auch aufsteigen. Wir lernten auch, dass es bei Festessen als Gast unhöflich war, nicht von allen angebotenen Speisen zu probieren. Sollte man irgendwann nicht mehr können, reichte einem ein Sklave eine Gänsefeder, mit deren Hilfe man wieder für Platz im Magen sorgen konnte.

Zum Abschluss haben wir noch einen Trinkkrug aus Pappe gebastelt. Diesen konnten wir mit Silberfarbe anmalen, verzieren und am Ende mit nach Hause nehmen.

Ewelina Lipowicz, Maximilian Haag, Lasse Röwer, Hannah Gerth, Tim Blachowski (alle 5L1)
