Ein Workshop mit Ex-Andreaner und Filmschauspieler Jan Krauter

Was heißt Schauspielen? Jan Krauter findet den englischen Begriff „acting“ besser: Handeln statt etwas vorspielen, sich einlassen auf die Situation, den Raum, die Agierenden. Das probieren die Teilnehmenden intensiv im vierstündigen Workshop mit dem Schauspieler. Die Gruppe aus fünfunddreißig Schülerinnen und Schülern aus den zwei DS-Kursen agiert bis auf die letzte Stunde auf der Bühne,  gemeinsam im Saal.

Es geht um Selbst- und Fremdwahrnehmung, das Vermeiden von „Over-Acting“, um den Versuch, im Moment des Spiels authentisch zu sein. Sie sind Menschen oder Tiere, die aufeinandertreffen und sich zueinander verhalten, sie halten Blicken stand (oder nicht), sie finden in der Gruppe zu einem gemeinsamen Rhythmus, einer Gangart, einer Stimmung – alles ohne Worte. Und es funktioniert!

Auf der Bühne gibt es im letzten Teil des Workshops nur zwei Tische, zwei Stühle, ein Geschirrtuch und ein Messer – in improvisierten (wieder meist nonverbalen) Szenen mit ein oder zwei Spielenden entstehen kleine Geschichten, absurd, komisch, traurig, mit großem Körpereinsatz (!). Alle lernen: Jede Station des Auftritts, von der Tür über die Treppe zum Bühnenraum und zu den Requisiten braucht Aufmerksamkeit – sonst wird die Geschichte nicht glaubhaft sein.

Am Ende sind alle erschöpft, zufrieden, begeistert, bereichert. Und ein Selfie mit Jan Krauter ist auch noch drin.  

Carina Heidkamp/ Fotos: S. Baramsky