Inzwischen liegt schon der letzte Austauschtag vor uns – kaum zu glauben! Ereignisreiche Tage liegen hinter uns: ein Ausflug gemeinsam mit unseren französischen Gastgeber:innen ans Meer nach Fécamp, wo wir nach einem Aufstieg auf die Klippen (für manche eine sportliche Herausforderung, für andere ein nur mit viel Schimpferei zu bewältigender Weg) leider das Meer überhaupt nicht sehen konnten, da ein dicker Nebel aufgezogen war. Nach einem Besuch im Fischereimuseum ging es an den (Stein-)Strand, an dem eine kreative LandArt-Aufgabe in deutsch-französischen Teams bewältigt wurde, bevor es mit dem Bus wieder zurück in die Familien ging.
Am Freitag konnten wir in verschiedenen ateliers unsere Kreativität erneut ausleben: Ostereier und Würfel gestalten, Fotos der correspondants und schließlich - als besondere Herausforderung am Ende des langen Schultages: Kreistänze aus der Zeit der Renaissance unter musikalischer Begleitung. Zwischendurch eine Stärkung in der cantine – hier sind wir inzwischen fast schon Profis!
Nach einem abwechslungsreichen Wochenende in den Familien mit unseren französischen und deutschen corres erwartete uns der lang ersehnte Ausflug nach Paris: eine erneut reibungslose Zugfahrt, eine deutlich vollere métro, Sicherheitskontrollen wie am Flughafen, 674 Stufen bis auf eine Höhe von 115 m (Eiffelturm), spektakuläre Ausblicke, eine Bootsfahrt entlang vieler Sehenswürdigkeiten und 14 km Fußmarsch – Paris haben wir mit allen Sinnen erlebt und sind am Ende des Tages zufrieden nach Fleury-sur-Andelle zurückgekehrt.
Am nächsten Tag ging es in die Hauptstadt der Normandie, Rouen, in der uns unverhofft das Andreaskreuz begegnet ist, das hier mittelalterliche Fachwerkhäuser vor dem Zusammenbruch bewahrt. Auf den Spuren von Jeanne d’Arc haben wir die Stadt erkundet und dabei Vieles über die französische Geschichte, Bestattungen im Gebeinhaus, Fachwerkhäuser und die Kathedrale gelernt – und auch die Zeit zum Souvenirshoppen durfte nicht fehlen.
Der letzte Tag führt uns in ein normannisches Landschloss, bevor wir unsere Koffer packen und die Rückreise antreten werden. Voller Vorfreude auf unsere Familien, Freunde und die Osterferien, fällt es vielen nicht leicht, sich nach diesen intensiven Tagen aus den Gastfamilien zu verabschieden. Im Gepäck haben wir viele schöne Erinnerungen, neue Erfahrungen, Stolz auf einige gemeisterte Herausforderungen, neu gelernte Wörter und Ausdrücke auf Französisch sowie viele Erkenntnisse über das Leben in unserem Nachbarland.
Wir hoffen, dass es noch viele weitere deutsch-französische Begegnungen dieser Art geben wird! À suivre!